Jazz Fest Wien Festival History

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Jazz Fest Wien 2012: 30.06.

Fernwärme Open Air: Till Brönner & Band | Count Basic feat. Kelli Sae | Jazzkantine

  16.00 Uhr

Kartenpreis: Eur 2,-
Karten bei Fernwärme Wien, 1090 Wien, Spittelauer Lände 45
in jeder Bank Austria und in der Wien-Xtra Jugendinfo, 1010 Wien, Babenbergerstr. 1
Einlass: 15.00 Uhr
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Till BrönnerTill Brönner

Till Brönner

Der 1971 in Viersen geborene Trompeter Till Brönner war zuletzt äußerst umtriebig. Er fand sogar Zeit, sich als Juror einer TV-Talenteshow einem neuen Publikum vorzustellen. Als rastloser Wanderer zwischen den Genres spielte er zuletzt mit „At The End Of The Day“ sein bislang poppigstes Album ein. Highlights darauf: seine empfindsamen Deutungen von David Bowies „Space Oddity” und James Browns „I Wanna Be Around“.

Der Produzent des letzten Albums von Hildegard Knef und des Jazzalbums von Klassikstar Thomas Quasthoff veröffentlichte mit „Talking Jazz“ ein anekdotenreiches Buch über seinen Kampf den Jazz wieder zurück in deutsche Charts zu bringen.

Darüber hinaus erzählt er von seinem Kampf gegen die Klischees. Einst lehnte er sich mit adretter Kleidung und guten Manieren gegen langhaarige Rockgitarristen auf. Heute wechselt er seinen Sound von Album zu Album, um sich gegen die eigentliche Gemütlichkeit aufzulehnen.

Brönner ist es zuwenig, dass Jazz entweder Gefühlsverstärker für Melancholie ist, oder den Geist der Rebellion atmet. Brönner will beides. Bei ihm schließen künstlerischer Anspruch und Kulinarik einander nie aus. Fast jedes seiner Alben trat den Beweis dafür auf die eine oder andere Art an.

Ob Brönner nun Chet Bakers Ästhetik mit zarten Samples nachsann oder deutsche Volkslieder verjazzte, ob er sanften R&B à la Erykah Badu kreiert oder brasilianische Bossa Nova mit Granden wie Sergio Mendes und Milton Nascimento zelebriert. Es war immer dieser sublime Brönner-Sound, der faszinierte.

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Count Basic (c: www.studiomato.com)Count Basic (c: www.studiomato.com)

Count Basic

„Was sagt ein Rockmusiker zu einem Jazzmusiker? – Zum Flughafen, bitte!“ Peter Legat, Mastermind und Chefgitarrist von Count Basic, kann leichten Herzens solche Witze erzählen, hat er sich doch schon von Anbeginn in der Mitte von funky Jazz und Pop niedergelassen. Er verdient nicht soviel wie ein Popmusiker, aber auch nicht so wenig wie ein echter Jazzer.

Das hat kreative Vorteile. Er kann sinistre Strebungen mit Team Legat, seiner Zweitformation, ausleben. Mehr Disziplin und der Fokus auf funky Soulfulness ist nötig, wenn ist er mit seiner elfköpfigen Hauptband Count Basic musiziert. Der gebürtige Kärntner Legat, ein erfahrener Gitarrenlick-Abfeuerer und die formidable New Yorker Soulsängerin Kelli Sae sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Führungsduo.

Gemeinsam hat man sich in der Schneise zwischen groovendem Acid Jazz und slickem R&B niedergelassen. Count Basic versorgen seit Mitte der Neunzigerjahre internationale Smooth-Jazz Radiostationen zwischen Japan und den USA mit idealer Mischkost.

Selbst im kritischen Großbritannien vermochte die Band zu reüssieren, spielte sogar im renommierten Londoner Jazzcafé. Ab ihrem vierten Album „Bigger and Brighter“ wandten sich die Sounds konzentrierter dem R&B zu. Der wohl großartigste Song von Count Basic, das so unfassbar attraktiv schnalzende „Don´t Speak So Sweet“, wurde leider nie so richtig entdeckt. Aber ihr bislang letztes Opus „Love & Light“ demonstrierte, dass sie nicht ablassen, von der Suche nach dem ultimativen Groove.

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JazzkantineJazzkantine

Jazzkantine

Die Idee ältere Genres wie Jazz, Funk und Soul mit brandaktuellen Beats und kreischenden Loops des Hiphop zu verbinden, stammt eigentlich von Guru, dem all zu jung verstorbenen Mastermind von Jazzmatazz. Das deutsche Pendant dazu, die Jazzkantine aus Braunschweig, gründete sich 1993 unter Gurus Einfluss.

Es waren zunächst namentlich die Herren Ole Sander (DJ und Produzent), Matthias Lanzer (DJ und Produzent) und Christian Eitner (Bassist und Produzent). Die funky Braunschweiger hatten von Anfang an das nicht zu unterschätzende Talent, große Namen um sich zu scharen. Ex-James-Brown-Sideman Fred Wesely packte seine Funkposaune in der Kantine aus, Gunter Hampel erzeugte mit seinen Schlägeln funky Vibrations, Barbara Dennerlein orgelte ungehemmt und auch der stilsichere Götz Alsmann trug sein Scherflein dazu bei, dass die Jazz-Rap-Fusion „Made in Germany“ eine beispiellose Erfolgsgeschichte wurde.

Trotz zahlreicher Soloprojekte der Jazzkantine-Protagonisten entwickelt sich die Band in erstaunliche Richtungen weiter. Einerseits arbeitete die Jazzkantine bei zahlreichen Produktionen des Staatstheaters Braunschweig mit, andererseits loteten sie bei ihren Alben immer neue Grenzen aus.

Auf „Hell´s Kitchen“ von 2008 kleidete man Hard-Rock-Klassiker in Jazzkantine-Sounds, heuer brachte man jazzkantinige Interpretationen von deutschen Volksliedern heraus. Auf bewährt freche Art werden traditionelle Lieder wie „Im Frühtau zu Berge“ und „Am Brunnen vor dem Tore“ gegen den Strich gebürstet.

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