Jazz Fest Wien Festival History

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Jazz Fest Wien 2014: 05.07.

Fernwärme Open Air: Jimmy Cliff | Osibisa | Célia Mara

Wien Energie  16.00 Uhr


Kartenpreis: Eur 2,-
Karten bei Wien Energie, 1090 Wien, Spittelauer Lände 45
in jeder Bank Austria und in der Wien-Xtra Jugendinfo, 1010 Wien, Babenbergerstr. 1
Einlass: 15.00 Uhr

Jimmy Cliff
Jimmy Cliff (c: Stuart Blythe)
Jimmy Cliff (c: Tao Jones)

Jimmy Cliff

Reggae-Ikone Jimmy Cliff wurde als James Chambers 1948 in St. Catherine, Jamaika geboren. Mit dem Spielfilm „The Harder They Come“, in dem er die Figur des Burschen Ivan spielte, wurde er weltberühmt. Cliff brachte reichlich Autobiographisches ein und war auch für den Soundtrack verantwortlich, der Klassiker wie „You Can Get It If You Really Want“ und die Ballade „Many Rivers To Cross“ enthielt.

Wie der Held dieses 1972 gedrehten Streifens ließ er sich von den Klängen des Transistorradios in die Stadt locken und hofft dort auf einen Ausweg aus der sozialen Misere. In seiner Jugend eiferte Cliff amerikanischen Sängern wie Louis Jordan und Fats Domino nach.

1962 veröffentlichte er mit „Daisy Is Crazy“ seine erste Single. Mit Songs wie „Hurricane Hattie“ und „One Eyed Jacks“ macht er sich einen Namen in den Armenvierteln der Insel. 1964 animierte ihn Chris Blackwell, Sohn eines Plantagenbesitzers und Betreiber des Island Records Labels Island, nach einem Gastspiel auf der Weltausstellung in New York nach London zu gehen. Dort erlebte er 1969 seinen künstlerischen Durchbruch mit „Wonderful World, Beautiful People“ und „Vietnam“.

1970 nahm Cliff in den berühmten, amerikanischen Muscle Shoals Studios das Soul-Album „Another Cycle“ auf. 1972 folgte der Soundtrack von „The Harder They Come“ und Cliff war weltberühmt. Trotzdem versuchte er in den folgenden Jahren vom Reggae wegzukommen und Blues und Rockmusik zu machen.

Anfang der Achtziger kehrte er zum Reggae und damit auf die Erfolgsstraße zurück. Seine Lieder nahmen Granden wie Bruce Springsteen, Joe Cocker, Keith Richards und Linda Ronstadt auf. Im Vorjahr gewann er für sein Album „Rebirth“ einen Grammy im Genre Reggae. Sein aktuelles Album ist eine herzerwärmende Aufnahme aus einer Session der Radiostation KCRW, wo er seine größten Hits zur Akustikgitarre singt.

Osibisa
Osibisa
Osibisa

Osibisa

„Criss-cross rhythms that explode with happiness“ haben Osibisa ihren kulinarisch hochwertigen Mix aus Rock, Jazz, Funk, Pop und afrikanischer Rhythmik einst definiert.

Der ghanesische Saxofonist und Flötist Teddy Osei gründete seine langlebige Band 1969 in London. Davor studierte er Schauspiel und Musik in der britischen Metropole und arbeitete als Tellerwäscher im noblen Grosvenor House nahe dem Hyde Park.

Ein Stipendium seines Heimatlandes ermöglichte es Osei, sich zwei Jahre lang ausschließlich mit Musik zu beschäftigen. In der Zeit fand er seine Zauberformel. Bereits mit dem ersten Album, das 1971 veröffentlicht wurde, hatten Osibisa großen Erfolg. Mit vielschichtigen Songs wie „The Dawn“ und „Ayiko Bia“ gewannen sie ein treues Publikum.

Osei, der als Autodidakt von Jazzgrößen wie Duke Ellington und Count Basie lernte, hatte immer schon ein Gespür für griffige Melodien. Das zeigte sich schon bei seiner ersten Band The Comets, die noch reinen ghanesischen Highlife machte.

Aus dieser Zeit seiner Karriere stammte auch der Bandname, der sich von den „Osibisaba-Rhythmen“ aus Südwest-Ghana ableitet. Später, in London, arbeitete er mit Auswanderern aus Ghana, Nigeria und der Karibik. Die daraus resultierenden heterogenen Einflüsse sorgen für die köstliche Würze und delikate Spannung im Sound von Osibisa.

Als Produzenten konnte Teddy Osei den wunderbaren Tony Visconti, bekannt für seine Arbeit mit David Bowie und Marc Bolan, gewinnen. Als Bandlogo ersann er einen fliegenden Elefanten, der fortan auf den vom berühmten Roger Dean gezeichneten Covers über abenteuerlich gefärbte Firnamente segelte.

Mit „Sunshine Day“ und dem Novelty Track „Coffee Song“ landeten Osibisa ab 1975 auf der Erfolgsstraße des Pop-Mainstream. Nach einigen ruhigeren Jahren wollen es Teddy Osei und Freunde jetzt noch einmal richtig wissen.

Celia Mara
Celia Mara (c: Helmut Riedl)
Celia Mara (c: SIJU)

Célia Mara

Célia Mara, aus Minas Gerais, der Heimat des legendären Milton Nascimento, gebürtig, genoss ihre musikalische Sozialisation zwischen ländlicher Musik und den urbanen Klängen eines Gilberto Gil und Caetano Veloso.

Mit 18 zog sie vom kleinen Dörfchen Pedra Azul in Brasiliens geheime Musikhauptstadt Belo Horizonte, wo sie ihre Karriere als Sängerin und Liedermacherin begann. 1990 wurde sie für ein Festival in die Schweiz engagiert und entschloss sich zu emigrieren.

Ihre individuelle Fusion aus Samba und Jazz ist seither noch mit jeder Menge Herzensschmerz legiert, welcher nur durch regelmäßige Aufenthalte in Brasilien gemildert werden kann. 1996 nahm Célia Mara in Salvador ihre erste CD „Hot Couture do Samba“ auf, deren künstlerische Vision sie mit nach Wien, ihrer neuen Heimat, nahm.

Anfang 1997 gründete die heißblütige Sängerin ihre Band PotenciaX, die die Crème de la Crème der jungen österreichischen Jazzszene von Saxofonist Herwig Gradischnig bis Pianist Reinhard Micko vereinte.

Célia Maras Musik lässt sich weder emotional noch stilistisch in eine Schublade stecken. Mal heiß, dann wieder ganz cool, mal genuin brasilianisch, dann wieder aktuelle Dancefloor-Trends aufgreifend – die Lady bleibt unberechenbar. Die einzige Komponente, die beständig bleibt, ist der totale Einsatz Célia Maras für den vital brodelnden Fluss ihrer Musik.

Neben der Musik ist sie gemeinsam mit Silvia Jura und Susi Rogenhofer Mitbegründerin der Bewegung „femous“, die Frauenkunst in vielerlei Hinsicht fördert. Auf ihrem bislang letzten Album „Santa Rebeldia“ zeigt sie sich sehr kämpferisch.

Célia Mara wurde mehrfach ausgezeichnet. U.a. mit dem Herta-Pammer-Preis der Katholischen Frauenbewegung Österreichs. Seit 2011 ist sie mit viel Freude Doppelstaatsbürgerin von Österreich und Brasilien.

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