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	<title>Jazz Fest Wien Blog</title>
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	<description>Weblog zum Jazz Fest Wien 2008</description>
	<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 16:53:34 +0000</pubDate>
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		<title>This was Jazz Fest Wien 2009</title>
		<link>http://www.viennajazz.org/blog/2009/07/14/this-was-jazz-fest-wien-2009/</link>
		<comments>http://www.viennajazz.org/blog/2009/07/14/this-was-jazz-fest-wien-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 14 Jul 2009 21:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Festival News]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Jazz Fest Wien 2009 ist vorüber. Der Jazz Fest Wien Blog bietet einen Rückblick auf die Highlights des Festivals - Konzertreviews von Harald Justin, Fotoalben und Backstage Reports.
Die Fotoalben des Jazz Fest Wien auf Flickr laden zum Stöbern ein:
Jazz Fest WIen 2009 auf Flickr
Einen persönlichen Rückblick von Christoph Tautscher auf das Jazz Fest Wien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jazz Fest Wien 2009 ist vorüber. Der Jazz Fest Wien Blog bietet einen Rückblick auf die Highlights des Festivals - Konzertreviews von Harald Justin, Fotoalben und Backstage Reports.</p>
<p>Die Fotoalben des Jazz Fest Wien auf Flickr laden zum Stöbern ein:<br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/collections/72157621468142388/" target="_blank">Jazz Fest WIen 2009 auf Flickr</a></p>
<p>Einen persönlichen Rückblick von Christoph Tautscher auf das Jazz Fest Wien 2009 finden Sie hier:<br />
<a href="http://blog.freikarte.at/2009/07/12/mannmannmann-jazz-fest-wien-2009-meine-personlichen-hohepunkte/" target="_blank">MannMannMann - Jazz Fest Wien 2009 - meine persönlichen Höhepunkte</a><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/collections/72157621468142388/" target="_blank"></a></p>
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		<title>Eldar Trio - 08.07.2009 Porgy &#038; Bess</title>
		<link>http://www.viennajazz.org/blog/2009/07/08/eldar-trio-08072009-porgy-bess/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 21:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Eldar]]></category>

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		<description><![CDATA[Klassischer Fall für den Jazz-Jungbrunnen.
Mit dem Piano-Wunderkind Eldas aus Kirgisistan nähert sich das Jazz Fest Wien dem Ende. Grund genug für einen Ausblick auf flinke Finger, Wanderschmerzen und Altersweisheiten!
Gestern noch waren das Altern, Spielbein, Standbein und der Wanderschmerz in der Begegnung mit anderen Kulturen das Thema meines noch leichtfüßigen Räsonierens. Warum auch nicht? Damen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_eldar_kl.jpg" alt="Eldar" />Klassischer Fall für den Jazz-Jungbrunnen.<br />
Mit dem Piano-Wunderkind Eldas aus Kirgisistan nähert sich das Jazz Fest Wien dem Ende. Grund genug für einen Ausblick auf flinke Finger, Wanderschmerzen und Altersweisheiten!<span id="more-235"></span></p>
<p>Gestern noch waren das Altern, Spielbein, Standbein und der Wanderschmerz in der Begegnung mit anderen Kulturen das Thema meines noch leichtfüßigen Räsonierens. Warum auch nicht? Damen und Herren aus aller Länder Welt waren zu Gast beim Jazz Fest Wien. Ich wurde nicht jünger dabei. Und wenn, ziemlich am Beginn, die Pensionisten vom Orquesta Buena Vista Social Club zeigten, dass Musik durchaus ein Jungbrunnen sein kann, so wurde am gestrigen Abend eben auch Michael Jackson zu Grabe getragen. Fürwahr ein tragischer Fall: ein Musiker, dem seine Jugend geraubt wurde, der nicht alt werden wollte und doch im Körper eines Menschen starb, der durch Drogenmissbrauch zu früh hin zum Tode gealtert war. Sowohl Solomon Burke als auch Chaka Khan ehrten bei ihren Konzerten in Wien das Andenken Jacksons mit bewegenden Worten.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_eldar3.jpg" alt="Eldar" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_eldar4.jpg" alt="Eldar" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_eldar5.jpg" alt="Eldar" /></p>
<p>Und während ich immer noch den Auftritt der im Alter noch höchst beweglichen Kuba-Diva Omara Portuondo vor meinem geistigen Augen habe – ob sie die älteste Teilnehmerin des Festivals war, verschweigt der Chronist - , tritt vor das etwas andere Augenpaar Eldar auf die Bühne vom „Porgy &amp; Bess“. Eldar ist ein Trio, bei dem Drummer und Bass angeführt werden vom Pianisten Eldar Djangirov. Der gilt als Wunderkind an den 88 Tasten. Zehn flinke Finger, alle kommen aus Kirgisistan, und alle gehören ihm. Seit 1996  verunsichert er die Szene, erst in Russland und dann in Amerika. Enorm flink spielt der 20-Jährige tatsächlich. Komplex auch. Er ist sogar so nett, dem Publikum zu erklären, was er da so spielt und wie: „Also, das ist jetzt ein 21/4-Takt! Bitte einmal mitklatschen!“ Nicht-Wunderkinder, die zwar den 3/4-Takt im Wiener-Walzer-Blut haben und gerne auch einmal 4/4-Takte vor sich hinschlagen, atmen erfreut auf. „21/4-Takt, das ist doch eine der leichtesten Übungen! Da wollten wir doch immer schon mitklatschen!“ Kann das Publikum ahnen, dass Eldar es mit flinkem Piano-Spiel von vorne, hinten, rechts und links überholt, es gar einfach hinter sich lässt?</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_eldar1.jpg" alt="Eldar Trio" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_eldar2.jpg" alt="Eldar" /></p>
<p>Ist das die feine kirgisische Art? Unten, in der Garderobe vom „Porgy &amp; Bess“, frage ich den jungen Mann, ob er das so gelernt habe, diese Art, Menschen schwindlig zu spielen. Woher stammen seine Einflüsse? Aus Krigisistan oder mehr von Art Tatum, der auch ein Flitzfinger am Piano war? „Oh, meine Mutter kam aus der klassischen Musik. Mit kirgisischer Musik und Folklore habe ich nichts am Hut. Ich komme von der Klassik zum Jazz!“</p>
<p>Bis zu diesem Satz war meine Welt entlang der Richtschnur „Die Welt zu Gast beim Jazz Fest Wien“ noch in Ordnung. Die Gäste aus Kuba kommen mit kubanischer Musik, die Nigerianer und die Koreaner, sie alle kommen mit ihrer jeweiligen Musik, alles angereichert auch durch Jazz. Und ist Jazz nicht nur eine Musiksprache, die auf der ganzen Welt gesprochen werden kann, sondern sogar die erste, die global verständlich war? Eldar rückt mit seinem Spruch den Horizont wieder etwas zurecht: Ging dem Jazz als globaler Verständigungsmusik nicht die Klassik voraus?<br />
Egal, wer nun wie das Erstgeburtsrecht beanspruchen kann, Wien ist sowohl mit Klassik als auch mit Jazz gesegnet – auch wenn sich das Jazz Fest mit dem morgigen Ausblick auf den britischen Blues und Soul mit James Hunter und einer Hörprobe in Richtung Balkan mit dem Original Kocani Orkestar verabschiedet.</p>
<p>Mir hat es gefallen. Nicht zuletzt, weil ich heute, gegen Ende des Festivals, ein so genanntes Piano-Wunderkind erleben konnte. Wie erzählte mir kürzlich noch der Worldblues-Gitarrist Bob Brozman bei seinem Konzert im “Reigen“, der auch zu den Austragungsorten vom Jazz Fest Wien gehört? „Ich bin so froh, nicht im Pop-Business zu sein. Wer dort als Jugendlicher einen Mega-Erfolg hat und ihn dann nicht wiederholen kann, für den geht es das ganze Leben bergab. Als Jazz- oder Bluesmusiker hast du dahingegen die Möglichkeit, das ganze Leben als Musiker zu wachsen!“ Hoffen wir, dass Eldar die richtige Musik gefunden hat – beim Jazz Fest Wien 2059 erleben wir ihn dann hoffentlich wieder. Alterschwach, mit einem Wanderschmerz im Knie und unendlich weise. Fast so, wie – nein, von mir ist jetzt nicht mehr die Rede. Ich habe fertig und freue mich auf das Jubiläumsjahr 2010, wenn das 20. Jazz Fest Wien gefeiert wird.<br />
<em>Harald Justin</em></p>
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		<title>Madeleine Peyroux - 08.07.2009 Rathaus/Arkadenhof</title>
		<link>http://www.viennajazz.org/blog/2009/07/08/madeleine-peyroux-08072009-rathausarkadenhof/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 21:45:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Madeleine Peyroux]]></category>

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		<description><![CDATA[  
(Fotos: Wolfgang Gonaus)
&#62; weitere Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_peyroux1.jpg" alt="Madeleine Peyroux" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_peyroux2.jpg" alt="Madeleine Peyroux" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0708_peyroux3.jpg" alt="Madeleine Peyroux" /><br />
<em>(Fotos: Wolfgang Gonaus)</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157621035229865/" target="_blank">&gt; weitere Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>Kua Etnica - 07.07.2009 Rathaus/Arkadenhof</title>
		<link>http://www.viennajazz.org/blog/2009/07/07/kua-etnica-07072009-rathausarkadenhof/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jul 2009 21:54:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Kua Etnica]]></category>

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		<description><![CDATA[Knight Rider zwischen den Kulturen.
Kua Etnika, ein Ensemble aus Indonesien, trifft auf den Knight Rider: eine Begegnung zweier Kulturen! Wo verlauft sie entspannter als im Rathausinnenhof beim Jazz Fest Wien?
Mich leichten Fußes vom Ratshausinnenhof zu entfernen, das stellte ich mir gestern abend, nach dem Konzert von Seun Kuti &#38; Fela’s Egypt 80 so leicht vor. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica_kl.jpg" alt="Kua Etnica" />Knight Rider zwischen den Kulturen.<br />
Kua Etnika, ein Ensemble aus Indonesien, trifft auf den Knight Rider: eine Begegnung zweier Kulturen! Wo verlauft sie entspannter als im Rathausinnenhof beim Jazz Fest Wien?<span id="more-234"></span></p>
<p>Mich leichten Fußes vom Ratshausinnenhof zu entfernen, das stellte ich mir gestern abend, nach dem Konzert von Seun Kuti &amp; Fela’s Egypt 80 so leicht vor. Einige Schritte später dachte ich jedoch, was passiert eigentlich, wenn Seun Kuti Recht hat, und die heiße Energie seines Vaters Fela Kuti zwar mit ihm ist – etwas davon aber unbedingt im Rathausinnenhof verbleiben will, weil es dort allzu schön ist? Womöglich geraten Akten in Brand, wird unter manchem Beamtensessel Feuer gemacht! Nicht auszudenken. Ich beschloss, die Nacht im Innenhof Wache zu halten. Und da es heißt, wer rastet, der rostet, las ich in der Nacht in meinem frisch gekauften Buch über die Geschichte des Alterns in den verschiedenen Kulturen der Welt. Und allem war, Dank mir, dem Knight Rider, Erfolg beschieden. Buch gelesen, fremde Kulturen und das Altern verstanden und heute abend steht das Rathaus immer noch, genau passend zum Auftritt von Kua Etnika, einem Ensemble aus Indonesien, das die Wiener mit modernen indonesischen Klängen überraschen will. Von den Wienern sind so viele nicht da. Dafür aber viele indonesische Freunde, die begeistert sind und sich über die modernen Klänge zwischen traditioneller indonesischer Folklore und modernen, westlichen Pop- und Rocksounds freuen.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica1.jpg" alt="Kua Etnica" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica2.jpg" alt="Kua Etnica" /></p>
<p>Hinten im Backstage-Bereich treffe ich den sympathischen Ansager, der in der Staatsoper immer so nett die musikalischen Gäste ansagt. Der spricht nicht nur auf der Bühne amerikanisch, der ist auch Amerikaner und war einst im wirklichen Leben die Stimme von Kit, dem rechtschaffenen Auto, das in der TV-Serie „Knight Rider“ David Hasselhof zur Seite stand. Gestern, als ich noch leichten Fußes war, trug er bereits einen Verband am rechten Knie. Heute trägt er zusätzlich noch einen am rechten Fuß. Alles lacht, nur er nicht. „Es ist ein Wanderschmerz!“ So ist das, wenn man vom fernen Amerika nach Wien kommt. Für die einen ein kleiner Schritt nur, für die anderen ein Ausfallschritt, der Schmerzen bereitet. Gewissermaßen ein Kulturschock, bei dem das Bein ein Wort mitreden will. Aber wer versteht sich schon so richtig auf die Sprache des Beines? Möglicherweise wollte es ja lieber in Amerika bleiben und nicht mit der europäischen Kultur mithalten? Ein wahres Knight-Rider-Problem.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica3.jpg" alt="Kua Etnica" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica4.jpg" alt="Kua Etnica" /></p>
<p>Durch derlei Überlegungen angetrieben, flaniere ich durchs Publikum. Einige junge Österreicher und Indonesier freuen sich, wenn das zehnköpfige Ensemble traditionelle Klangschalen und modernste Keyboardtechnik dazu benutzt, einen Rocksound zu kreieren, der so modern wie westlich klingt. Mein linker Fuß zuckt dann voller Begeisterung mit. Tatsächlich, das ist keine Musik für das Folklore-Museum, sondern Musik, die in Indonesien Anschluss an Santana &amp; Co. mit den Mitteln der avanciertesten heimischen Musik sucht. Das kann, muss aber nicht europäischen Ohren gefallen. Die möglicherweise genauso gut mit traditioneller indonesischer Musik ihre Schwierigkeiten hätten. Möglicherweise gibt es ja so etwas wie einen kulturellen Phantomschmerz, der im Nicht-Verstehen andere Kulturen besteht und solange in den Konfrontationen mit anderen Kulturen mitwandert, bis sie tatsächlich als das Andere begriffen sind, dessen Sprache wir erst noch erlernen müssen, bevor wir über sie urteilen? Ein Fachmann klärt mich jedenfalls im Hinausgehen noch über die Musik- und Jazzbegeisterung in Indonesien auf. „Da kommen Hunderttausende zu einem Jazz-Festival!“ Da steht der europäische Jazz-Freund, mit seiner Leidenschaft immer ein Fremder im eigenen Land, ein wenig verwundert da und wünscht sich ein zweites Spielbein in Asien.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica5.jpg" alt="Kua Etnica" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0707_kuaetnica6.jpg" alt="Fritz Thom (JFW), Rainer Louhanapessy (Geschäftsträger der indonesischen Botschaft), Hans Adam (Künstler)" /><br />
<em>Bild rechts: Fritz Thom (JFW), Rainer Louhanapessy (Geschäftsträger der indonesischen Botschaft), Hans Adam (Künstler)</em></p>
<p>Am Ausgang treffe ich noch Harri Stojka. Am Samstag noch selbst Musiker auf dem Jazz Fest, heute im Publikum. Wie es ihm gefallen hat? „Oh, toll, aber ich bin schon ein bisschen zu alt für diese Lautstärken!“, sagt er lachend. Ok. Ich verstehe. Das Alter und der Schmerz. Habe ich doch gestern nacht ein Buch zum Thema gelesen. Stand da nicht auch etwas über das Nicht-mehr-hören-Können als Phantomschmerz des Alters? Warum habe ich mir das eigentlich gekauft? Nur, weil morgen abend der junge kirgisische Pianist Eldar auftritt und nach Armeniern, Amerikanern, Briten, Kubanern und Afrikanern ein weiterer Weltbürger in Wien zu Gast ist? Da war doch noch etwas, oder? Der Quell der Jugend? Ach, ich werde langsam vergesslich. Ob das etwas mit dem Alter zu tun hat? Wie bitte? Hallo?<em><br />
Harald Justin</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Seun Kuti &#038; Fela’s Egypt 80 - 06.07.2009 Rathaus/Arkadenhof</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jul 2009 21:52:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Fela's Egypt 80]]></category>

		<category><![CDATA[Seun Kuti]]></category>

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		<description><![CDATA[Schöner die Trommeln seltener klangen: Seun Kuti &#38; Fela’s Egypt 80 zünden im Rathausinnenhof ein rhythmisches Feuerwerk. Und der Funke zum Publikum springt über!
Und nochmals ein Perspektivenwechsel. Ein kleiner nur, wenn ich die Schritte von der Wiener Staatsoper gestern zum Rathausinnenhof heute messe. Ein größerer allerdings, wenn ich das Motto vom Jazz Fest Wien, das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti_kl.jpg" alt="Seun Kuti" />Schöner die Trommeln seltener klangen: Seun Kuti &amp; Fela’s Egypt 80 zünden im Rathausinnenhof ein rhythmisches Feuerwerk. Und der Funke zum Publikum springt über!<span id="more-233"></span></p>
<p>Und nochmals ein Perspektivenwechsel. Ein kleiner nur, wenn ich die Schritte von der Wiener Staatsoper gestern zum Rathausinnenhof heute messe. Ein größerer allerdings, wenn ich das Motto vom Jazz Fest Wien, das da lautete „Die Welt zu Gast in Wien“ ernstnehme. Denn dann gilt es an diesem Abend nicht Gäste aus Amerika oder Kuba zu feiern, sondern eine vierzehnköpfige Gruppe aus Afrika, konkreter: aus Nigeria. Sinn macht das allemal, liegt doch ein Großteil der Wurzeln des Jazz in Afrika. Welche das sind, führt uns Seun Kuti,der Sohn der Afrobeat-Legende Fela „Anikulapo“ Kuti an diesem Abend sinnfällig vor Augen, Ohren, Beine und Hüften&#8230;</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti2.jpg" alt="Seun Kuti" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti1.jpg" alt="Seun Kuti" /></p>
<p>Seun Kuti ist ein charismatischer Sänger und Tänzer, seine vier Perkussionisten, vier Bläsern, zwei tanzenden Sängerinnen, zwei Gitarristen und einem Bassisten legen bereits mit dem ersten Lied das Fundament für die folgenden drei oder vier Titel. Die Stücke haben ihre Länge, und das ist gut so. Andere mögen ihre Kräfte an einem Abend auf möglichst viele Stücke aufteilen. Seun Kuti geht den anderen Weg, weil auch sein Ziel ein anderes ist. Andere Musiker mögen sich in der Demonstration ihres Virtuosentums gefallen, nicht so dieser Musiker und sein Ensemble.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti3.jpg" alt="Seun Kuti" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti4.jpg" alt="Seun Kuti" /></p>
<p>Von Anfang an setzen sie auf Rhythmus. Ungewohnten Ohren mag es möglicherweise schwer fallen, die einzelnen Stücke von einander zu unterscheiden, aber ist es nicht sowieso der Rhythmus, der zählt – vor allem, wenn es doch sprachliche Barrieren zwischen dem Pidgin-Englisch, dem Nigerianischen und dem Österreichischem gibt? Das Interessante an diesem afrikanischen Beat ist, dass er nicht martialisch klingt. Das ist nicht der dumpfe Rhythmus der Drum-Machine, sondern eher ein Gewebe, das sich aus dem Zusammenspiel von allen Musikern ergibt. Jeder Spieler gibt seinen individuellen Anteil zu einem großen Ganzen. Die große Kunst dieser Art der Bandkommunikation kommt erst an ihr Ziel, wenn das Publikum vom gleichen Geist der Musik beseelt wird. Genau das passiert an diesem Abend. Und zwar ohne dass Seun Kuti extra zum Mitklatschen auffordern muss. Bereits nach dem ersten Stück ist kaum noch ein Sitzplatz besetzt. Der Großteil des Publikums bewegt sich im zuckenden Beat von Seun Kutis Band Egypt 80, deren Mitglieder teilweise schon mit seinem Vater spielten. Gegen Ende des Konzertes ist der Kommunikationsakt gelungen: Band und Publikum teilen die gleichen Beats. Die Band hat sich durch die Musik im Publikum quasi ein Double geschaffen. Wir sind alle eins, wir sind alle viele Rhythmen entlang einem großen Beat, beseelt von einer Musik, eine Musikgemeinschaft, gebildet aus vielen Individuen, aber eben doch vereint. Die langen Stücke arbeiten mit ihren Grooves nahe entlang der Grenze zur Trance, kein Wunder, dass am Ende des Konzertes viele Menschen ein glückliches Lachen im Gesicht haben. Und bei der Band, die auf der Bühne mit vollen Einsatz gespielt hat, gibt es nachher nicht das erschöpfte Ausgepumptsein, das Backstage immer wieder zu beobachten ist. Keine Leere, sondern eine freudige Erregtheit ist ihnen in die Gesichter gezaubert. Einige Musiker mischen sich sogar nach dem Konzert unter die Zuhörer, die die Band mit lauten „Zugabe“-Rufen zum Bleiben aufgefordert hatten. Beats zum Tanzen, Musiker zum Anfassen – auch davon träumt so mancher Jazz-Fan!</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti5.jpg" alt="Seun Kuti" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0706_kuti6.jpg" alt="Seun Kuti" /></p>
<p>Ich hingegen träume in dieser Nacht hoffentlich nicht von staubtrockenen Akten, die durch die hitzige Musik Seun Kutis noch in der Nacht Feuer fingen. Ich albträume hoffentlich nicht, dass sich durch das gemeinsame Tanzen, Ruckeln und Zuckeln der Boden des Rathausinnenhofes gefährlich abgesenkt hat. Möglich wäre es ja. Denn ich fragte Seun Kuti, was seine große Tätowierung auf dem Rücken bedeute. Er sagte: “Sie bedeutet, dass mein Vater immer leben wird. Seine Energie wird immer bei uns sein!“ Oha. Die wenigsten Wiener werden je in Nigeria ein Konzert Fela Kutis miterlebt haben. Aber die Konzerte in seinem „Shrine“ waren außergewöhnlich heiß und wild –nicht auszudenken, wenn diese besondere Kuti-Energie am Morgen danach noch Spuren hinterlassen hätte. Ob dann die Präsentation indonesischer Musik mit Kua Etnika, deren Mitglieder schon an diesem Abend ausgiebig zu Seun Kutis Musik tanzen, verlegt werden muss? Nein, das darf nicht sein Und deshalb mache ich einen ganz vorsichtigen Schritt zurück und entschwebe, ohne weiteren Schaden anrichten zu wollen, wie eine Glücksfeder vom Ort des Geschehens Eine leichte Flugübung und ein kleiner Schritt für mich, aber vielleicht ein großer für die Musik- und Rathausgeschichte.<br />
<em>Harald Justin</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Chaka Khan &#038; George Duke Trio - 05.07.2009 Wiener Staatsoper</title>
		<link>http://www.viennajazz.org/blog/2009/07/05/chaka-khan-george-duke-trio-05072009-wiener-staatsoper/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 21:52:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Chaka Khan]]></category>

		<category><![CDATA[George Duke]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit Fusion, Funk und Fentilator.
Chaka Khan hatte den Divenfaktor und einen Handventilator im Gepäck. Und in der Wiener Staatsoper ausgepackt.
Mit wehenden Rockschößen, oder besser; flatternden Hosenbeinen spürte ich gestern der Magie des Ortes nach, auf dem Gelände der Fernwärme und in der Wiener Staatsoper. Ständiger Musikerwechsel, ständiger Ortswechsel. Und noch dazu stieg der Divenfaktor.
Genau das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0705_khan_duke_kl.jpg" alt="Chaka Khan" />Mit Fusion, Funk und Fentilator.<br />
Chaka Khan hatte den Divenfaktor und einen Handventilator im Gepäck. Und in der Wiener Staatsoper ausgepackt.<span id="more-232"></span></p>
<p>Mit wehenden Rockschößen, oder besser; flatternden Hosenbeinen spürte ich gestern der Magie des Ortes nach, auf dem Gelände der Fernwärme und in der Wiener Staatsoper. Ständiger Musikerwechsel, ständiger Ortswechsel. Und noch dazu stieg der Divenfaktor.<br />
Genau das Richtige, um sich auf den Abend mit dem Gorge Duke Trio und Chaka Khan einzustimmen. Zwei Größen an einem Ort an einem Abend.</p>
<p>Die Diva an diesem Abend heißt eigentlich Yvette Marie Stevens. Und je nachdem, welcher Quelle Glauben zu schenken ist, erhielt sie ihren Bühnennamen entweder von einem afrikanischen Schamanen, nach einer kurzen Heirat oder als Spitznamen aus der Zeit, als Afrikanismen in der Black-Panther-Bewegung in den Sechziger Jahren gerade chic waren. Drei Möglichkeiten, um Chaka Khan zu begegnen.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0705_khan_duke1.jpg" alt="Chaka Khan &amp; George Duke" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0705_khan_duke2.jpg" alt="Chaka Khan" /></p>
<p>Ein vierte ergibt sich, als im Backstage-Bereich kurzfristig Hektik einzieht. Nicht wegen George Duke, der noch vor zwei Monaten im „Porgy &amp; Bess“ ein „umjubeltes Konzert“ gegeben haben soll, wie mir ein begeisterter Herr vom Klavierhaus „Fazioli“ mitteilt, nein, Duke ist es nicht, der für Aufregung sorgt. Es geht um den „persönlichen Handventilator von Chaka Khan“. Ein handliches kleines Ding in Blau, das nicht so will, wie es soll.</p>
<p>Aber wie soll es überhaupt sein, in der Welt und, speziell, in der Wiener Staatoper? Laden nicht bereits die Wahlmöglichkeit bei ihrer Namensgebung und auch mein gestriger dauernder Orts- und Perspektivenwandel dazu ein, Chaka Khans Auftritt ebenfalls aus möglichst vielen Perspektiven zu betrachten? Vor dem Auftritt ist sie, wie so viele Künstler, nicht so richtig auf freundliche Gespräche in der Garderobe aus. Konzentration für die Kommunikation auf der Bühne mit dem Publikum hat da Vorrang. Und natürlich die Reparatur ihres Handventilators, dem kleinen Ding in Blau, das zur Chefsache ihres persönlichen Helfers erklärt wird.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0705_khan_duke3.jpg" alt="George Duke" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0705_khan_duke4.jpg" alt="Chaka Khan" /></p>
<p>Auf der Bühne dann zeigt sie, was in Fachkreisen immer schon bemerkt wurde: dass sie ein Faible für Jazz-Gesang hat. Titel von Billie Holiday folgen auf Titel von Gershwins „Porgy &amp; Bess“ Einzig die Funk-Titel, mit denen sie berühmt wurde, etwa „I’m Every Woman“ spart sie aus. Wer hätte das gedacht, wo sie doch als Ersatz für die erkrankte Randy Crawford gekommen ist, die sicherlich ohne ein „Streetlife“ nicht von der Bühne gegangen wäre. Chaka Khan macht das, sie geht von der Bühne inmitten des Auftritts, allein schon, um sich ein neues Gaze-Gewand um zu werfen. Eine Diva halt. Derweil brilliert George Duke als freundlicher Tastenbär mit Fusion-Jazz und Funk.</p>
<p>Bis, Achtung, neuer Personal- und Perspektivenwechsel, Chaka Khan wieder erscheint und ihr frisches Gaze-Gewand über dem schwarzen, leicht eng wirkenden Catsuit freundlich im Wind der zwei Bühnenventilatoren flattern lässt, und sie sich selbst Frischluft mit einem Fächer zuwedelt. Ich schaue derweil ins Publikum und in die anderen Logen. Die Wiener Staatsoper hat schöne Logen. Und in einigen tanzen nicht minder  schönen Menschen bei Dukes Funk-Titeln und jetzt, die Zugabe von Marvin Gayes „What’s Going On“ als Ehrbezeugung an den verstorbenen Michael Jackson läuft gerade mit den ersten Takten an, zum Gesang von Chaka Khan. Unten in den Sitzreihen ist eine nahezu komplett von dunkel pigmentierten Mitbürgern besetzt, die jeden Song von Chaka Khan hingebungsvoll kommentieren. Andere sind stiller. Nicht nur Geschmäcker können verschieden sein, auch die Arten der Beifallsbekundungen. Ja, bunt, neu und immer wieder überraschend anders als erwartet kann die Welt sein. Man muss halt nur einmal die Perspektiven ändern. Dachte wohl auch Chaka Khan, die nach der Zugabe so schnell aus der Oper verschwand,, dass ihr noch nicht einmal Zeit für den Eintrag ins Ehrenbuch des Jazz Festes blieb. Wahrscheinlich war sie mit wehenden Rockschößen unterwegs. Wie vom Ventilator verweht.</p>
<p>Und was ihr Namen bedeutet, könnte ich das nicht morgen Abend den Afrikaner Seun Kuti fragen, der mit seiner Band im Rathaus-Innenhof auftritt? Das wird bestimmt eine Überraschung.<br />
<em>Harald Justin</em></p>
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		<title>Solomon Burke &#124; Ruthie Foster &#124; Harri Stojka &#124; Norbert Schneider&#8217;s R&#038;B Caravan - 04.07.2009 Fernwärme Open Air</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 21:55:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
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04.07.2009 Fernwärme Open Air:
Solomon Burke &#124; Ruthie Foster &#124; Harri Stojka &#124; Norbert Schneider&#8217;s R&#38;B Caravan
&#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/FCWnGh4mScA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/FCWnGh4mScA&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>04.07.2009 Fernwärme Open Air:<br />
<strong>Solomon Burke | Ruthie Foster | Harri Stojka | Norbert Schneider&#8217;s R&amp;B Caravan</strong></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/" target="_blank">&gt; Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>04.07.2009: Marianne Faithfull / Wiener Staatsoper - Solomon Burke, Ruthie Foster, Harri Stojka, Schneider&#8217;s R&#038;B Caravan / Fernwärme Open Air</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2009 21:45:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Tag mit rasanten Fahrten und Ortswechseln, musikalischen Genies und Fragen, deren Antworten noch tagelang Energie spenden sollten.
Männer, allein gelassen, stellen sich ja die unmöglichsten Fragen. Frauen bestimmt auch. Aber meistens stellen sie andere Fragen. Habe ich mir sagen lassen. Pete York, der legendäre Trommler, der mit Helge Schneider einen äußerst vergnüglichen Freitagabend in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_burke_kl.jpg" alt="Solomon Burke" />Ein Tag mit rasanten Fahrten und Ortswechseln, musikalischen Genies und Fragen, deren Antworten noch tagelang Energie spenden sollten.<span id="more-231"></span></p>
<p>Männer, allein gelassen, stellen sich ja die unmöglichsten Fragen. Frauen bestimmt auch. Aber meistens stellen sie andere Fragen. Habe ich mir sagen lassen. Pete York, der legendäre Trommler, der mit Helge Schneider einen äußerst vergnüglichen Freitagabend in der Wiener Staatsoper gestaltete, fragte sich backstage laut: „I wonder where Mozart take a shit!“ Ich bin mir ziemlich sicher, dass Pete Yorks Frageinteresse dem genius loci galt und nichts anderem.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_schneiders_rbc2.jpg" alt="Norbert Schneider" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_schneiders_rbc1.jpg" alt="Norbert Schneider\'s R&amp;B Caravan" /></p>
<p>Mit genau diesem kann man natürlich beim Jazz Fest Wien leicht in Schwierigkeiten kommen, da bekanntlich an vielen Orten jazzgefeiert wird. Vielleicht sollte ich zusätzlich den genius tempi ehren, denn ein präziser Zeitplan ist schon nötig, als am Samstag erst an der Fernwärme und dann in der Staatsoper Wien aufgespielt wird. Den guten Anfang macht um 15 Uhr der Gewinner des Blues Award 2009, Norbert Schneider’s Blues Caravan mit schnörkellosem Westcoast R&amp;B der fünfziger Jahre. Danach geht es mit Ruthie Foster, ihrer Gitarre und ihrem Trio weiter – geballte Dreifrauen-Power, zwischen Folk, Blues und Soul. Kein Wunder, dass sie als einer der großen Entdeckungen im Soul - und Songwriterkontext gilt. Unter denen, die im VIP-Bereich Beifall klatschen, ist natürlich auch Bluesprominenz aus Wien. Zeit und Gelegenheit, neben Pete Yorks Denkspruch noch weitere O-Töne abzufragen. Die Frage, wie er es bisher fand, beantwortet Erik Trauner, Chef der Mojo Blues Band, mit dem Satz: „Es ist immer fantastisch, wenn Musik lebendig ist!“. Hans Theessink antwortet schlicht mit einem „Wunderbar“.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_foster1.jpg" alt="Ruthie Foster" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_foster2.jpg" alt="Ruthie Foster" /></p>
<p>Die Begeisterung weicht auch nicht von ihm, als er dem nächsten Musiker zuhört: Harri Stojka einmal wieder im Kontext von Gypsy Swing, mit rasanten Gitarrenläufen und dem Ausruf „Das ist Roma-Musik!“ zu hören, gehört ebenfalls zu den Glücksmomenten in der von Hundertwasser gestalteten Architektur auf dem Fernwärme Gelände.</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_stojka1.jpg" alt="Harri Stojka" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_stojka2.jpg" alt="Harri Stojka" /></p>
<p>Das ich allerdings in genau diesem Moment, wo Stojka zu rasantesten Fingerübungen ansetzt, verlassen muss. „Adieu, Gypsy Soul“ – und „Hello British Soul!“ Denn jetzt gilt es ganz schnell mit der U4 in die Stadt zur Staatsoper zu fahren, wo um 19 Uhr und 45 Minuten Marianne Faithfull den Diven-Anteil am Festival erhöhen helfen soll. 2002 begeisterte sie schon einmal auf dem Jazz Fest Wien. Im letzten Jahr sah ich sie nicht, weil sie wegen Krankheit nicht kommen konnte, und dieses Jahr sehe ich sie hinter der Bühne auch nicht, weil im Vorfeld ihres Auftrittes der Gang für die sensible Künstlerin gesperrt wurde. Aber auf der Bühne ist sie ganz schön präsent und singt mit ihrer brüchigen Stimme, dass sich eine singende Säge mitbiegt und das Publikum bei ihrem Hit „Broken English“ mit bewegendem Beifall sich wohl auch an jene Jahre erinnert, in denen dieses Lied zur seelischen Sommergrundausstattung gehörte. Rührt das die britische und auch Wiener Seele?</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_faithfull1.jpg" alt="Marianne Faithfull" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_faithfull2.jpg" alt="Marianne Faithfull" /></p>
<p>Mit dem Schlussapplaus schau ich auf Uhr. Nicht, weil sie mir eine Antwort auf diese, aber möglicherweise auf eine andere Seelenfrage geben kann: wenn ich nämlich jetzt von der Staatsoper wieder zurück in die Fernwärme fahre, könnte ich noch den Rest vom Konzert des größten aller Seelen-, äh, Soulsängers, Solomon Burke, miterleben. Tempo, Tempo, - loci, ich komme! Wie viel Raum doch bedeutet, wenn man wenig Zeit und viele Eile hat!</p>
<p>In der Fernwärme rockt Burke, wie er sagt „das Haus“. Wenn Begeisterung Energie zurückbringt, dann sollte dieses Konzert Energie bis ins nächste Jahr liefern. „Proud Mary“ und Everybody Needs Somebody To Love“ – und in die Jubelrufe hinein werden rote Rosen verteilt. „For the Ladies!“ Na, für wen sonst?</p>
<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_burke1.jpg" alt="Solomon Burke" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0704_burke2.jpg" alt="Solomon Burke" /></p>
<p>Nach der Show, in Burkes Privatzelt frage ich ihn, wie es kommt, dass dieses Konzert noch – unglaublich, aber wahr - mitreißender als das im vorigen Jahr gewesen sei und wieso er mit zunehmenden Alter immer besser werde? „Das liegt nur an den Frauen!“, sagt er. Alle lachen.<br />
Aber später, als ich in der U-Bahn gleich mehrere Frauen sehe, die verträumt auf ihre roten Solomon-Burke-Rosen blicken, denke, dass er bestimmt Recht hat. Ist ja ein kluger Mann, mit seinen 21 Kinder, 90 Enkeln und 28 Urenkeln. Burke hat sein Gen(ius) weit gestreut. Wahrscheinlich hat er damit, aber auch mit seinem Konzert, den Diven-Faktor erhöht.<br />
Ob die auch Fragen zu Mozart haben? Morgen kommen Chaka Khan und George Duke. Mal schauen, wer generöser mit Fragen und Antworten ist.<br />
<em> Harald Justin</em></p>
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		<title>Helge Schneider - 03.07.2009 Wiener Staatsoper</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 21:53:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Helge Schneider]]></category>

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(Fotos: Wolfgang Gonaus)
&#62; Weitere Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0703_schneider1.jpg" alt="Helge Schneider" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0703_schneider2.jpg" alt="Helge Schneider" /> <img class="alignnone" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2009/07/jfw09_0703_schneider3.jpg" alt="Helge Schneider" /><br />
<em>(Fotos: Wolfgang Gonaus)</em></p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157620928286274/" target="_blank">&gt; Weitere Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>OBVSC feat. Omara Portuondo - 01.07.2009 Wiener Staatsoper</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 21:55:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[OBVSC]]></category>

		<category><![CDATA[Omara Portuondo]]></category>

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01.07.2009 Wiener Staatsoper:
Orquesta Buena Vista Social Club® &#38; special guest Omara Portuondo
 &#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/u14jLbNT9Tg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/u14jLbNT9Tg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>01.07.2009 Wiener Staatsoper:<br />
<strong>Orquesta Buena Vista Social Club® &amp; special guest Omara Portuondo</strong><br />
<a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157620834249594/" target="_blank"> &gt; Fotos auf flickr</a></p>
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