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	<title>Jazz Fest Wien Blog</title>
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	<description>Weblog zum Jazz Fest Wien 2008</description>
	<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 05:51:25 +0000</pubDate>
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		<title>Sergio Mendes 15.07.2008 Konzerthaus</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 05:51:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Sergio Mendes]]></category>

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		<description><![CDATA[
15.07.2008 Konzerthaus: Sergio Mendes
&#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/eiLZWmqoyrk&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/eiLZWmqoyrk&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>15.07.2008 Konzerthaus:<strong> Sergio Mendes</strong><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157606196732449/" target="_blank"><br />
&gt; Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>Sergio Mendes backstage 15.07.2008</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 05:48:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Backstage]]></category>

		<category><![CDATA[Sergio Mendes]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Sergio Mendes backstage, mit Fritz Thom/Jazz Fest Wien
 
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes03.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-216" title="jfw08_0715_mendes03" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes03.jpg" alt="Sergio Mendes backstage" width="240" height="170" /></a> <a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes04.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-217" title="jfw08_0715_mendes04" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes04.jpg" alt="Sergio Mendes backstage" width="240" height="170" /></a><span id="more-215"></span><br />
Sergio Mendes backstage, mit Fritz Thom/Jazz Fest Wien</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes05.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-218" title="jfw08_0715_mendes05" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes05.jpg" alt="Sergio Mendes backstage" width="240" height="170" /></a> <a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes06.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-219" title="jfw08_0715_mendes06" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes06.jpg" alt="Sergio Mendes Band backstage" width="240" height="170" /></a></p>
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		<title>Sergio Mendes 15.07.2008 Konzerthaus</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 05:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Sergio Mendes]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Sommer kommt nach Wien zurück: Sergio Mendes begeistert im Wiener Konzerthaus. Und wie immer, wenn es am schönsten ist, heißt es dann: Abschied nehmen!
Da will ich doch heute hin, ins Konzert von Sergio Mendes im Wiener Konzerthaus. Während ich noch in der Dusche stehe und dicke Wellen mache, erzählt die Frau im Radio, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes_kl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-211" style="float: left;" title="jfw08_0715_mendes_kl" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes_kl.jpg" alt="Sergio Mendes" width="120" height="95" /></a>Der Sommer kommt nach Wien zurück: Sergio Mendes begeistert im Wiener Konzerthaus. Und wie immer, wenn es am schönsten ist, heißt es dann: Abschied nehmen!<span id="more-210"></span></p>
<p>Da will ich doch heute hin, ins Konzert von Sergio Mendes im Wiener Konzerthaus. Während ich noch in der Dusche stehe und dicke Wellen mache, erzählt die Frau im Radio, dass Sergio Mendes die „moast sexiest voize in ze history of djäzz“ besitze. Na, dann mal los!</p>
<p>Am Eingang warten schon tausende leicht bekleidete Brasilianerinnen, begleitet von Fußball kickenden Rinaldos mit Hasezähnen, und sie alle wiegen sich im Rhythmus der anderen „neuen Welle“, der Bossa Nova, die in diesem Jahr - auch auf dem Jazz Fest - 50jährigen Geburtstag feiert. Ich schlendere kurz durch den Backstage-Bereich, treffe dort die üblichen Verdächtigen und schaue in den gut gefüllten Saal. Die Brasilianerinnen und ihre Männer haben sich wieder in Wiener verwandelt, manierlich anzuschauen und urlieb. Nett.</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-212" title="jfw08_0715_mendes01" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes01.jpg" alt="Sergio Mendes" width="240" height="170" /></a> <a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-213" title="jfw08_0715_mendes02" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0715_mendes02.jpg" alt="Sergio Mendes" width="240" height="170" /></a></p>
<p>Und dann kommt auch schon die Band auf die Bühne, drei Sängerinnen singen zuckersüßes Schaumgebäck aus ihren Kehlen hervor, und Herr Mendes sitzt an den Keyboards und sagt kurz die Songs an. Lieder von Antonio Carlos Jobim, aber auch seine eigenen Welthits, die im Jazz längst Standards sind.</p>
<p>Wer das nicht weiß, wer auch nicht die gar nicht einmal geheimen Wanderwege der Musiken kennt, der wird möglicherweise an diesem Abend denken, dass Bossa nur etwas für Luftikusse und nichts für beinharte Jazzer sei. Wer aber genauer hinhört, wird in den Rhythmen jene aus Afrika wieder erkennen, die auf dem Weg zum amerikanischen Kontinent in Lateinamerika und in  Nordamerika neue Heimaten fanden. Im Bossa fanden alle drei Welten kurzzeitig wieder zusammen - und es ist nur folgerichtig, wenn Mendes, der einst mit seiner Musik den amerikanischen Markt aufmischte, nun seinerseits wieder nordamerikanische Elemente wie den HipHop seiner Musik zuführt. Auch an diesem Abend hüpft ein HipHopper über die Bühne, und rhythmisiert heftig das luftig leichte Summerfeeling auf der Bühne - und die brasilianisierten Wiener verstehen’s und klatschen frenetisch Beifall! Und der wird noch frenetischer, als der Überhit „Mas Que Nada“ angestimmt wird. Und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach, was die Stimmung im Saal merklich hebt. Soll heißen: Mittlerweile haben sich fast alle von den Stühlen erhoben und tanzen, tanzen, tanzen. Geht doch, das mit der musikalischen Intelligenz, dem Körpergefühl und der Musik, die die Menschen einander näher bringt.</p>
<p>Später in der Garderobe drängeln sich Freunde und Bekannte. „Shake Hands!“ Herr Mendes ist freundlich und trägt immer noch seine weiße Hose, sein schwarz-gemustertes weißes Hemd und seine grünen Slipper. „’Mas que nada’ hätten Sie auch gleich von Anfang an spielen können und dann den ganzen Abend durch, nicht wahr?“, frage ich ihn. Lachende Antwort: „Das sollte ich wirklich machen. Vielleicht beim nächsten Mal!“</p>
<p>Tatsächlich war er ja schon mehr als einmal in Wien. Aber morgen fliegt er erst einmal weiter, und mit seinem Auftritt ist es, trotz einiger noch ausstehender Konzerte, für mich erst ein Mal vorbei mit dem Jazz Fest Vienna. Es ist 22 Uhr. Sergio Mendes hat die Sonne und den Sommer nach Wien gebracht. Als ich aus dem Wiener Konzerthaus komme, strahlt die Sonne mir aus dem Gesicht.</p>
<p>Was habe ich in diesen knapp vierzehn Tagen Jazz Fest alles erlebt! Legenden und Zicken, Diven und Genies, Flüge durch die Stratosphäre, segnende Soulisten und mexikanische Frauenpower. Eine Rundumversorgung mit Spiritualität, Energie, Spaß, organisatorischem Kalkül und Wurschtsemmerln. Und ein Team, das auch spät nachts noch zueinander fand, damit am nächsten Morgen an diesem Ort jazzophile News vom Vorabend die Runde machen konnten. Danke!<br />
<em>Harald Justin</em></p>
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		<title>Célia Mara &#8220;Santa Rebeldia&#8221; 14.07.2008 Porgy &#038; Bess</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 21:38:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Célia Mara]]></category>

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		<description><![CDATA[
14.07.2008 Porgy &#38; Bess: Célia Mara
&#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/XgGUkD3ANBQ&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/XgGUkD3ANBQ&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>14.07.2008 Porgy &amp; Bess:<strong> Célia Mara</strong><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157606172676992/" target="_blank"><br />
&gt; Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>Célia Mara 14.07.2008 Porgy &#038; Bess</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 21:34:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Célia Mara]]></category>

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		<description><![CDATA[CD-Präsentation &#8220;Santa Rebeldia&#8221;
Der Rathausplatz bei Sturm und Regen und die etwas andere Location. Dort tanzen die Frauen, zwar nicht auf den Tischen, aber doch heftig zur Musik einer charismatischen Musikerin:
Célia Mara!
Christoph Huber, der Mann auf der Bühne mit dem kahl geschorenen Schädel begrüßt die Anwesenden mit den Worten: „Herzlich Willkommen auf dem Rathausplatz zum Konzert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0714_mara_kl.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-206" style="float: left;" title="jfw08_0714_mara_kl" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0714_mara_kl.jpg" alt="Célia Mara" width="120" height="95" /></a><em>CD-Präsentation &#8220;Santa Rebeldia&#8221;</em><br />
Der Rathausplatz bei Sturm und Regen und die etwas andere Location. Dort tanzen die Frauen, zwar nicht auf den Tischen, aber doch heftig zur Musik einer charismatischen Musikerin:<br />
Célia Mara!<span id="more-205"></span></p>
<p>Christoph Huber, der Mann auf der Bühne mit dem kahl geschorenen Schädel begrüßt die Anwesenden mit den Worten: „Herzlich Willkommen auf dem Rathausplatz zum Konzert von Célia Mara. Wir haben keine Kosten gescheut, den Platz zu verkleinern und wetterfest zu machen!“ Und tatsächlich kam mir der Rathausplatz gestern noch irgendwie größer vor. Und mit rotem Stoff waren die Wände auch nicht ausgeschlagen, eine Bar gab’s ebenso wenig wie die zwei Etagen, auf denen sich das Publikum tummelt. Was moderne Bühnentechnik doch alles heute machen kann! Aber seit wann sagt Christoph Huber eigentlich die Konzerte bei Jazz Fest Wien an?</p>
<p>Gerade als ich mich frage will, wo ich denn nun hingeraten bin, klärt mich eine SMS darauf hin, dass das Konzert der Brasilianerin wegen des bösen Wettersturzes in Wien vom Rathausplatz ins Porgy &amp; Bess verlegt wurde. Eine gute Entscheidung nach dem gestrigen schmerzhaften Kälteschock im Arkadenhof. Der mir übrigens den Ausspruch eines Kollegen in Erinnerung rief. Er meinte: „Gute Musik und guter Jazz müssen weh tun!“ Als ich diesen Spruch zum ersten Mal hörte, fragte ich mich auch, wo ich denn da hingeraten bin, in welchen finsteren, von der Jazz-Polizei kontrollierten Winkel? Da habe ich doch ein gänzlich anderes Musik und Jazz-Verständnis.</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0714_mara01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-207" title="jfw08_0714_mara01" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0714_mara01.jpg" alt="Célia Mara" width="240" height="170" /></a> <a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0714_mara02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-208" title="jfw08_0714_mara02" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0714_mara02.jpg" alt="Célia Mara" width="240" height="170" /></a></p>
<p>Glücklicherweise. Denn wäre ich sonst zu dem Konzert von Célia Mara gegangen? Die Frau ist ein singendes Energiebündel mit ungemein positiver Ausstrahlung. Zusammen mit ihrer international zusammengesetzten Band schafft sie es mühelos, bei der Präsentation ihrer neuen CD „Santa Rebeldia“, das Publikum zum begeisterten Mittanzen zu bringen. Ohne „Clap-Your-Hands-Gestiken, einzig allein durch die Kraft ihrer Musik. Unter dem Obertitel „Nu-Brazil“ läuft der Musikmix aus brasilianischer Percussion, Ska-Rhythmen mitsamt Gebläse, Turntable-Geziepe und eben dem mitreißenden Gesang ihrer kämpferischen Texte und der eingängigen Melodien zu großer Form auf.</p>
<p>Vor mir ruckeln und zuckeln jetzt jedenfalls die Körper. Hauptsächlich die von Frauen. Und das ist gut so. Ein Mann mit Kamera sagt: „Die haben hier alle Spaß. Die Musiker und das Publikum!“ Ja, das ist keine Musik, die weh tut. Sondern eine, die Spaß macht.</p>
<p>Ein bekannter, mittlerweile verstorbener deutscher Jazz-Kritiker erzählte mir einmal, dass er aufgehört habe, mit der zumeist männlichen Jazz-Polizei über Wert und Unwert von Jazz zu diskutieren. Viel wichtiger seien ihm die unmittelbaren Reaktionen von Frauen. Würden sie anfangen, sich zu bewegen, sei dies nahezu immer ein Kriterium für gute Musik. Und was kann man mehr von einem guten Konzert erwarten, als dass hinterher alle BesucherInnen eine Spur glücklicher sind als vor dem Konzert?</p>
<p>Was dann wohl morgen Abend passiert, wenn der brasilianische Strahlemann Sergio Mendes im Konzerthaus zum Samba und Bossa aufspielt? Wienerinnen,die ihr brasilianisches Blut entdecken? Männer mit Rosen zwischen den Zähnen, leichtfüßige Romeos in weißen Anzügen, so braungebrannt wie die Frauen mit  ihren luftigen, mit Federpuscheln geschmückten Kostümchen? Österreicher mit Zuckerhüten auf den Köpfen und heißestem Samba(l Oelek) im Schritt? Caetano Veloso, der vor einigen Tagen in der Oper gastierte, war jedenfalls vom Wiener Publikum begeistert: „Die Wiener haben die Musik im Blut. Und sie können meine Lieder fast besser singen als ich.“ Ist Wien also gewissermaßen das Rio Mittel- und Osteuropas? Ich frage mich, wo ich da wohl hingeraten bin?<br />
<em>Harald Justin</em></p>
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		<title>cracked anegg label night 13.07.2008 Rathaus/Arkadenhof</title>
		<link>http://www.viennajazz.org/blog/2008/07/13/cracked-anegg-label-night-13072008-rathausarkadenhof/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 18:46:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Angela Tröndle]]></category>

		<category><![CDATA[Car Radio Band]]></category>

		<category><![CDATA[Drechsler]]></category>

		<category><![CDATA[Herwig Gradischnigs Ghost Trio]]></category>

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		<description><![CDATA[Nichts ist schlimmer als ein Wintereinbruch im Sommer. Höchstens ein angeschlagenes Ei als Sitzunterlage? Falsch! Denn die Musiker des Labels Cracked Anegg, die sich an diesem Abend vorstellen, sind noch das Heißeste, was glücklicherweise heute passiert.
Hatte ich nicht geschrieben, die englische Band Incognito hätte Musik gegen den Regen zu spielen versucht? OK, das mögen sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nichts ist schlimmer als ein Wintereinbruch im Sommer. Höchstens ein angeschlagenes Ei als Sitzunterlage? Falsch! Denn die Musiker des Labels Cracked Anegg, die sich an diesem Abend vorstellen, sind noch das Heißeste, was glücklicherweise heute passiert.<span id="more-203"></span></p>
<p>Hatte ich nicht geschrieben, die englische Band Incognito hätte Musik gegen den Regen zu spielen versucht? OK, das mögen sie zeitweise geschafft haben. Dafür haben sie aber anscheinend auch gleich die Sonne mit auf ihr vernebeltes Königreich genommen. Seit gestern jedenfalls herrscht hier, wo es bis gestern angenehm sommerlich warm war, eine Brustwarzen erhärtende Kälte.</p>
<p>Und so stehe ich dann im Rathausinnenhof, ohne Regen, aber dafür mit leichter Gänsehaut. Am Morgen hatte es noch Jazz für Kinder gegeben, mit dem Frère Jacques im Jazz-Kanon. Der Abend gehört nun dem Cracked Anegg Label von Sharon Anegg und Oliver Steger, das sich gleich mit vier Gruppen präsentiert. Herwig Gradischnigs Ghost Trio macht den Anfang, „keine leichte Aufgabe, aber ich glaube, wir waren ganz gut“, so der Tenorsaxophonist, den ich kürzlich noch in einem kleinen Club erlebte. „Ich spiele gerne in Clubs, da muss das Podest des Drummers nicht auf einem Sockel stehen. Und ich selber merke dann beim Spielen, wie die Fußbodenbretter sich im Rhythmus der Drums bewegen.“</p>
<p>Dazu hätten sie beim Auftritt von Angelas Tröndle &amp; Mosaik wenig Gelegenheit. Langsame Balladen, von der Sängerin so gediegen ätherisch vorgetragen, als wandere sie auf den Spuren von Schnecken. Gradischnig zeigt sich begeistert. „Die ist echt gut“. Weniger gut ist es, dass das langjährige Mitglied des Vienna Art Orchestras bei der Neuformierung des Orchestras nicht mehr dabei ist. „Sich jetzt wieder von Gig zu Gig durch zu schlagen, das ist nicht einfach. Aber es wird schon klappen!“ Offensichtlich ein Berufsoptimist.</p>
<p>Danach kommt Drechsler, die Band mit dem Tenorsaxophonisten Ulrich Drechsler und DJ Zuzee, die beide prachtvoll miteinander harmonieren. Das Publikum bedankt sich für die Güte der tanzbaren Musik und rückt näher an die Bühne. Es darf getanzt, geschüttelt und gerührt werden. „Wir halten unser Musik bewusst einfach. Es kommt auf den Groove an.“ Und eben an die singbaren Melodien, die, heute leider selten im Jazz gehört, sehr eingängig sind und sich in den Gehörgängen festsetzen. „Es wäre unsinnig für uns, sehr kompliziertes Zeug zu spielen. Wir wollen, dass das Publikum mitgeht.“ Und das macht es wohl, erzählt doch die Label-Betreiberin, dass die Alben von Drechsler sich auch außerhalb Österreichs verkaufen.</p>
<p>Aber ansonsten, so erzählen Steger und Anegg weiter, ist es für sie ein Höhepunkt, dass sie die Künstler ihres Labels auf dem Jazz Fest vorstellen dürfen. „Das ist ein absoluter Glücksfall“, meinen beide. Ein Glücksfall, den sie sich, in bewunderungswürdiger Arbeit für ihr Label, hart erarbeitet haben. „Wir haben im letzten Jahr viele Alben herausgebracht. Und wenn wir nicht noch richtige Berufe hätten, könnten wir das alles gar nicht finanzieren. Mit einigen dieser Produkte erreichen wir auch andere Länder und Märkte.“ Noch zwei Berufsoptimisten.</p>
<p>Nach Drechsler betritt die Car Radio Band die Bühne. Ihre Musiksozialisation haben sie, dem Namen nach vom Autoradio erfahren und dementsprechend mischen sie Ska und Jazz, Funk und Rhythm &amp; Blues. „Ein Erfolg wie der von Drechsler käme sicherlich nicht unerwartet und unverdient“, sage ich und reihe mich in die Schar der Berufsoptimisten ein.</p>
<p>Messerscharf fällt mir ein, dass ich zwar schon viel über Spiritualität, Frauenpower und leckere Wurschtsemmerl beim Festival geschrieben habe, die finanzielle Seite aber bislang grob vernachlässigt habe. Die gehört aber auch  zum Jazz. Da werde ich doch wohl morgen noch einige Fragen stellen können.</p>
<p>Ansonsten ist es ungemütlich frisch und windig. Ich glaube, mir ist gerade eine Brustwarze herunter gefallen. Es ist einfach zu kalt. Sie liegt am Boden und sieht aus wie eine Rosine. Könnte aber auch sein, dass es der Ohrenstöpsel des Tochtechnikers ist. Abend für Abend am Mischpult, dort wo die Verstärker brüllen und das seit knapp vierzehn Tagen, das kann Folgen haben. Rosine, Brustwarze oder Ohrenstöpsel, das ist hier die Fragen des Geschmacktests. Ganz so wie das Jazz Fest Vienna, das sich so langsam, aber sicher dem diesjährigen Ende zuneigt. Noch vier Abende, die meinem Leben Sinn, Musik und eine gewisse prima Müdigkeit des Seins gaben. Wie geht es danach und morgen weiter?<br />
<em>Harald Justin</em></p>
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		<title>&#8220;Dat Dere&#8221; Jazz für Kinder 13.07.2008 Rathaus/Arkadenhof</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jul 2008 18:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Jakob Pocket Band]]></category>

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13.07.2008 Rathaus/Arkadenhof:
Jakob Pocket Band mit &#8220;Dat Dere&#8221; Jazz für Kinder
&#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/3oWtXbVIr1w&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/3oWtXbVIr1w&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>13.07.2008 Rathaus/Arkadenhof:<strong><br />
Jakob Pocket Band mit &#8220;Dat Dere&#8221; Jazz für Kinder</strong><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157606144671469/" target="_blank"><br />
&gt; Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>Incognito 12.07.2008 Rathaus/Arkadenhof</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 06:44:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Incognito]]></category>

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12.07.2008 Rathaus/Arkadenhof: Incognito
&#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/T8jxlwFweCg&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/T8jxlwFweCg&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>12.07.2008 Rathaus/Arkadenhof:<strong> Incognito</strong><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157606133133478/" target="_blank"><br />
&gt; Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>Hot Pants Road Club 12.07.2008 Rathaus/Arkadenhof</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 06:41:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Hot Pants Road Club]]></category>

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		<description><![CDATA[
12.07.2008 Rathaus/Arkadenhof: Hot Pants Road Club
&#62; Fotos auf flickr
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Ce3un85dIlA&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/Ce3un85dIlA&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>12.07.2008 Rathaus/Arkadenhof:<strong> Hot Pants Road Club</strong><a href="http://www.flickr.com/photos/jazzfestwien/sets/72157606136706343/" target="_blank"><br />
&gt; Fotos auf flickr</a></p>
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		<title>Incognito . Hot Pants Road Club 12.07.2008</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 06:36:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jazz Fest Wien/Team</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Konzertberichte]]></category>

		<category><![CDATA[Hot Pants Road Club]]></category>

		<category><![CDATA[Incognito]]></category>

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		<description><![CDATA[Es darf gezappelt werden.
Gegen den Regen am Samstag und mit einer Musik und zwei Bands, die mit Funk und Club Jazz die Leute dazu bringen, „Uhh, da Fonk“ zu rufen und die Hände hoch zum Wedeln zu nehmen, weil Club Jazz doch recht bewegungsfreudig ist.
Irgendwann hat mich die Erde wieder. Vierzehn Jahre lang nicht Gesicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_incognito_kl1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-199" style="float: left;" title="jfw08_0712_incognito_kl1" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_incognito_kl1.jpg" alt="Incognito" width="120" height="95" /></a>Es darf gezappelt werden.<br />
Gegen den Regen am Samstag und mit einer Musik und zwei Bands, die mit Funk und Club Jazz die Leute dazu bringen, „Uhh, da Fonk“ zu rufen und die Hände hoch zum Wedeln zu nehmen, weil Club Jazz doch recht bewegungsfreudig ist.<span id="more-193"></span></p>
<p>Irgendwann hat mich die Erde wieder. Vierzehn Jahre lang nicht Gesicht und Hände  waschen, nur weil mich der heilige Bischof des Soul, Solomon Burke, berührt hat, geht vielleicht doch ein bisschen weit. Und kaum habe ich diesen Gedanken ausgesprochen, fährt ein Gewitter und ein Regen nieder, dass es sich und mich gewaschen hat. Solomon, ich nehme an, es ist dein Wille!</p>
<p>Mittlerweile geht’s im Rathouse schon recht stinkig zu. Soll heißen: im Arkadenhof des Rathauses spielt der Hot Pants Road Club eine österreichische Version jener Bläser lastigen und Rhythmus betonten afroamerikanischen Musik, die in den sechziger Jahren modern war und deren Name ursprünglich den Geruch bezeichnet, der beim Tanzen oder eher noch beim Geschlechtsverkehr entsteht. Irgendwie doch gut, so ein Regen, der alles sauber wäscht.</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_hprc01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-195" title="jfw08_0712_hprc01" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_hprc01.jpg" alt="Hot Pants Road Club" width="240" height="170" /></a> <a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_hprc02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-196" title="jfw08_0712_hprc02" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_hprc02.jpg" alt="Hot Pants Road Club" width="240" height="170" /></a></p>
<p>Nur das weiße Hemd des Heißen-Höschen-Sängers nicht. Braune Flecken im Kragenbereich! Er zeigt sie mir, und ich bin entsetzt. Sollte auch er ein nicht-Waschen-Gelübde abgelegt haben? Und vom wem wurde er gesegnet? Er aber scherzt: „Sollte ich wirklich so dreckig sein?“ „Na“, antworte ich, „woher soll ich das wissen?“ „Mein Nacken ist,“ so lacht er, „auch nicht wirklich das Körperteil wo ich bevorzugt meinen Selbstbräuner auftrage.“ Ach? „Nein, diese Flecken stammen von dieser neuen Lederkette. Die habe ich gestern geschenkt bekommen.“ Jetzt bin ich aber beruhigt und kann weiterhin den Jungs beim Ent- und Umkleiden zuschauen. Nicht uninteressant, dieses Leben backstage. Gestern die Truppe von Solomon Burke mit seinen Sängerinnen und Violinistinnen, heute der Hot Pant Road Club. Nur ein lieber Kollege mault ein wenig: „ Dreckige Hemdkragen kann ich dir auch zeigen. Die liegen in meiner Wäschekammer, dutzendfach.“</p>
<p>So genau will es dann vielleicht doch nicht wissen. Manchmal klammert man sich halt lieber an seine Träume und Illusionen. Und wer sich die Illusion bewahren will, dass das weibliche Personal der Band von Solomon Burke auch im normalen Leben ständig goldfarbene Extrem-High-Heels trägt, der sollte erst nach einer mehrzeiligen Pause weiter lesen, in der ich ansonsten verkünde, dass die High-Heels schon lange bevor die Damen das Haus betraten, an ihrem Platz standen. Die vier Damen kamen mit ganz normalen Gesundheitspantöffelchen angeschlurft. Auch ihre Goldlamé-Kleidchen trugen sie nicht. Stattdessen ganz normales Street-Wear.</p>
<p><a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_incognito01.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-197" title="jfw08_0712_incognito01" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_incognito01.jpg" alt="Incognito" width="240" height="170" /></a> <a href="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_incognito02.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-198" title="jfw08_0712_incognito02" src="http://www.viennajazz.org/blog/wp-content/uploads/2008/07/jfw08_0712_incognito02.jpg" alt="Incognito" width="240" height="170" /></a></p>
<p>Anders hingegen die Sängerinnen von Incognito. Frisch gestylt betraten sie die Garderobe, Da gab es nichts weiter zu tun. Der Rest der Band um den Londoner Gitarristen Jean Paul „Bluey“ Maunick hingegen kam in Street-Wear, zog sich um und sah immer noch aus als trügen sie ihre ganz normale Alltagskleidung. Die Mode haben die Engländer ja auch nicht erfunden.</p>
<p>Aber möglicherweise mit ihrer Musik ein Mittelchen gegen den Regen. Vielleicht ist ja die Musik von Incognito dazu geeignet, Regen Einhalt zu gebieten. Der Drummer arbeitet bevorzugt im 4/4-Takt, es zischt der Groove, der gerne auch in Clubs für Frohsinn sorgt. Und als nach einem sehr langen Set Incognito zu spielen aufhört, hat sich der Regen verzogen. Und experimentierten nicht Noise- und Heavy-Metal-Freude mit tiefen Bassfrequenzen, um bei den HörerInnen Durchfall auszulösen? Wer so etwas kann, der kann auch Regen machen oder stoppen! Nicht auszudenken, wenn sich da ein Musiker einmal vertut &#8230;, aber lassen wir das, um „Bluey“ Maunick zu fragen, ob er und seine Band den Regen mit ihrer Musik vertrieben haben. „Ich bin gar nicht gegen den Regen. Die Pflanzen brauchen Regen, die Menschen brauchen die Pflanzen. Es ist ein Kreislauf!“ Und ich möchte gerne antworten: „Werde du erst einmal nass, dann wird dir dein sonniges Gemüt schon vergehen!“, finde den Satz aber nicht ganz passend und verzichte. Vor allem, da er nun noch etwas erzählt über die Liebe, den Rhythmus, die Welt und wie man sich so beim Tanzen näher kommt, den Geist und die Körper befreit und eben die Welt rettet.</p>
<p>Aber wie verhalten sich dreckige Hemdkragen dazu? Eher nötig oder unnötig bei der Weltenrettung? Und wie nass und dreckig, funky also, kann man sich machen, wenn am morgigen Abend mit der Label-Night Cracked annegg quasi Rührei auf dem Programm steht und der Hot Pants Road Club ruft: „Funk is a Boomerang!“? Mit diesen Fragen kann ich getrost frisch gebügelt und gestärkt ins Bett gehen.<br />
<em>Harald Justin</em></p>
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