Als Sohn der Saxophonlegende Von
Freeman geboren, bekam der 56jährige Tenorsaxophonist aus
Chicago Chico Freeman seinen Berufswunsch quasi in die Wiege gelegt.
Als Leitbild für seine Musik erkor er den legendären
John Coltrane und so beherrschte er bald alle Spielweisen zwischen
Standards und Avantgarde. Trotz dieser stilistischen Bandbreite
ist sein Sound mit seiner atemberaubenden Überblastechnik
unschwer zu identifizieren. Seine Lehrjahre auf dem Tenorsaxophon
verbrachte er nach Unterrichtseinheiten bei Muhal Richard Abrams
u.a. in Formationen seines Vaters, diverser AACM-Kollegen und
auch bei Blues-Größen wie Junior Wells. Ab Mitte der
siebziger Jahre kollaborierte er intensiv mit den Protagonisten
der New Yorker Loft Szene. Später musizierte er mit Sam Rivers,
Elvin Jones, Don Pullen und Cecil McBee. Mit Alben wie "Chico",
"Spirit Sensitive" und "Tradition in Transition"
eroberte er sich eine glühende Fangemeinde. Als Sideman werkte
er mit Ray Barretto, Carmen Lundy, Kirk Lightsey, Lester Bowie,
McCoy Tyner und Kip Hanrahan mit. Als Chico erfuhr, daß
er in Wien endlich wieder mit der Wiener Pianolegende Fritz Pauer
spielen würde, soll er angeblich wahre Freudentänze
absolviert haben – Hans Strasser b und Joris Dudli dm komplettieren
eine Traumbesetzung.
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