Als ihr Debütalbum 2007 rauskam
schrieb die New York Times begeistert von einem „ungeschliffenen,
dionysischen Mix aus Hurenhaus-Blues, Klezmer, Calypso, Bluegrass
und Gypsy-Music“. Im Zentrum von Hazmat Modine steht der
Sänger, Mundharmonika-Beatmer, Gitarrist, Komponist und Arrangeur
Wade Schuman, der davor in seinem Leben schon eine beachtliche
Karriere als Maler gemacht hat. Ihr unverkennbarer Sound hat die
neunköpfige Band in der Sekunde zum Thema gemacht. Kompositionen
auf Basis enzyklopädischen Musikwissens und anarchische Herangehensweise
an die Instrumente machen Hazmat Modine zu einer raren Ausnahme
in einer Welt, in der auf bald allen Ebenen Formate regieren.
Hazmat Modine erzählen hinterlistig davon, dass die amerikanische
Musikkultur immer eine Kultur der Immigranten gewesen ist. Ihre
Musik ist ein klanggewordener Melting Pot, der den Blick auf ein
produktives Miteinander unterschiedlichster Folktraditionen erlaubt
– ohne dabei je akademisch zu klingen. Denn Hazmat Modine
sind keine auf Authentizität bedachten Musikarchäologen,
sondern vergnügungssüchtige Partytiere mit einer Riesenportion
schrägen Humors. In der verwöhnten New Yorker Clubszene
besitzt die Band mittlerweile Kult-Status.
Besonders charmierend ist die ungewöhnliche Instrumentierung
ihrer Songs, in der auch die Tuba, die Trompete und der Fotzhobel
eine wichtige Rolle spielen. Im Kern ihrer Sounds steht die Ausgelassenheit
des frühen Jazz und die bodenlose Tristesse des frühen
Blues. Wade Schuman, 1962 geboren und in Ann Arbor aufgewachsen,
formt aus steinalten Versatzstücken einen zeitlosen Sound
dessen überbordender Schwung süchtig macht.
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| Their
2007 debut album was descibed by the New York Times as “mixture
of blues, klezmer, bluegrass and Gypsy music”. The anchor
of this nine-member band is singer-harmonica player-guitarist-composer-arranger
Wade Schuman, who previously had expressed his art through painting.
His music reflects his belief that American music is much like
the United States itself: a big melting pot. |