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Jazz Fest Wien: Do 03.7.

The Last Poets Wuk 21.00 Uhr

The Last PoetsThe Last Poets

The Last Poets

Rap hat seinen Ursprung im Talk-Blues der Sklavenplantagen und im Call-and-Response des Gospel und des Jazz (etwa Cab Calloways „Minnie The Moocher“). Als erste Rap-Aufnahme wird heute „The Preacher & The Bear“ vom Golden Gate Quartet gehandelt. Ein James Brown, ein Gil Scott-Heron, vor allem aber The Last Poets waren die wichtigsten Protagonisten eines sozialkritischen und politischen Rap.
Jalal Mansur Nuriddin, Omar Ben Hassan und Abiodun Oyewole intonierten schon Ende der sechziger Jahre Gedichte, die es auf nachhaltige gesellschaftliche Veränderung abgesehen hatten. Poetry & Percussion waren die Waffen, mit denen sie versuchten dem bitteren Alltag in den Ghettos eine Wendung zu geben. Die drei fanden am 19. Mai 1969, dem Geburtstag des Politaktivisten Malcom X in einem Park in Harlem zusammen. „The Last Poets“ nannten sie sich, nach einer Stelle eines Gedichtes des südafrikanischen Dichters Keorapese Kgositsile, der meinte, dass nun die letzte Ära der Dichter angebrochen sei, bevor das Gewehr regieren werde. Kennengelernt hatten einander Wehrdienstverweigerer Jalal, Omar Bin Hassan und Abiodun Oyewole im Gefängnis, wo sie zum Islam konvertierten. Nach ihrer Entlassung performten sie an Straßenecken. Jimi-Hendrix-Produzent Alan Douglas entdeckte sie in einer TV-Show und produzierte das Plattendebüt der Last Poets, dass sogar in die Top Ten der Billboard Charts aufstieg, was für politische Alben ein ziemliches Novum ist.
Mit späteren Alben wie „This Is Madness“, dem superben „At Last“ und dem erstaunlich modern klingenden „Oh, My People“ fixierten sie ihren Status als rebellische Rapper, die beim politisch aufgeklärten Teil des weißen Amerika zum Teil besser ankamen, als in den afro-amerikanischen Ghettos. Ihre Fokussierung auf das afrikanische Erbe machte sie aber zu viel zitierten Vorbildern von Hip-Hop-Größen wie A Tribe Called Quest, De La Soul und The Jungle Brothers, die sich ihrerseits als „Native Tongue Movement“ verstanden.
In den neunziger Jahren trennten sich die künstlerischen Wege von Jalal und Omar Bin Hassan und Abiodun Oyewole. Während Hassan und Oyewole gemeinsam das Banner der Last Poets in den Wind der neuen Zeiten halten, verstrickt sich Jalal in eine Vielzahl an internationaler Projekte. Eine kürzlich erfolgte Zusammenarbeit der Last Poets mit Common und Kanye West, sowie mit dem Wu-Tang-Clan machte die Veteranen jüngeren Generationen bekannt.
In Wien werden die Last Poets durch erstklassige Jazzmusiker wie Drummer Ronald Shannon Jackson und Bassist Jamaaladeen Tacuma verstärkt.

line up:
Abiodun Oyewole: Vocals
Umar Bin Hassan: Vocals
Babatunde: Percussions, Vocals
Jamaaladeen Tacuma: Bass
Shannon Jackson: Drums

   
 
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