Die 1941 in London geborene Künstlerin,
die Orgel, Klavier und Gesang am Trinity College studierte, machte
sich in den sechziger Jahren als Jazzsängerin einen Namen.
So sang sie im New Jazz Orchestra, wo sie 1966 auf Michael Garrick
traf. 1968 sang sie mit dem legendären Rahsaan Roland Kirk
im Ronnie Scotts Club. Weitere Kollaborationen mit Größen
wie John Dankworth, John Surman, Mike Westbrook und Kenny Wheeler
folgten. Auch für Ian Carrs „Nucleus“ war sie
vokal tätig. 1971, eben vom Melody Maker zur besten Jazzsängerin
gekürt, debütierte sie solo. Ihr Album „Edge Of
Time“ wurde zum Achtungserfolg. Mitte der Siebzigerjahre
begann sie mit der Gruppe Azimuth (mit John Taylor und Kenny Wheeler)
für das deutsche Label ECM insgesamt fünf Alben aufzunehmen.
In den Achtzigerjahren sang sie im Gesangsquartett Vocal Summit
(mit Jay Clayton, Urszula Dudziak und Michelle Hendricks). Anfang
der Neunziger schrieb sie Texte für Steve Swallow. In den
letzten Jahren arbeitete sie mit John Surman, Fred Hersch, Jimmy
Rowles und Colin Towns. Immer wieder mal nahm sie betörende
Soloalben auf, etwa „Songs & Lullubies“ im Jahre
2002. Auch als Interpretin der Cabaret Songs von Benjamin Britten
machten sie sich einen Namen. Heuer erfreute Norma Winston mit
„Distances“ einem mit dem Saxofonisten Klaus Gesing
und dem Pianisten Glauco Venier eingespielten weiteren Soloalbum.
Darauf enthalten sind Coverversionen von Cole Porter bis Peter
Gabriel, Stücke, die von italienischer Volksmusik und von
Erik Satie inspiriert sind, sowie Tribute an Pier Paolo Pasolini
und John Coltrane.
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