Es gehört schon einiger Mut
dazu, mit etwa 40 Jahren eine gesicherte Existenz zu verlassen,
um eigenständig eine neue Karriere zu beginnen. Das ist sicherlich
in jedem Beruf so, wenn dies aber ein professioneller Musiker
tut, dann ist dieser Schritt fast schon Wahnwitz. Vor etwa 10
Jahren verließ Allan Vaché die bekannteste Jazzband
im Süden der USA, die Jim Cullum Jazzband aus San Antonio,
Texas, um als einsamer Solist seinen Weg zu suchen – und
er hat es bisher keinen Tag bereut. Er ist zu einem Fixpunkt bei
sämtlichen Festivals geworden, seine Europatourneen kennen
keinen freien Tag und er hat bereits eine respektable Reihe von
CDs eingespielt, u.a. auch bei Nagel-Heyer in Hamburg (nebenbei
gesagt: ein hervorragendes Label). Mit seinem zeitlos aktuellen,
stets geschmackvoll swingenden Stil braucht sich Allan sicherlich
auch in Zukunft keine Sorgen zu machen, denn der klassische Jazz
wird auch im nächsten Jahrtausend frisch und lebendig bleiben.
Wir hören ihn zuerst drei Tage swingend – und zwar
am Di mit dem Heribert Kohlich Trio (H.K. p, Martin Treml b, Andy
Weiss dm), am Mi mit Jazzklusiv (Herbert Swoboda p, Martin Spitzer
g, Harald Putz b, Joris Dudli dm), am Do mit dem Christian Plattner
Quartett (C. P. sax, Herbert Swoboda p, Martin Treml b, Walther
Großrubatscher dm), und dann zwei Tage ganz im klassischen
Jazz – am Fr mit der Original Storyville Jazzband (Helmut
Plattner tp&ss&p, Walter Terharen tb&p, Alfons Würzl
cl&ss&voc, Franz Luttenberger p&tp, Udo Ehmsen bjo
& g, Hans Bichler b, Gerd Stächelin dm&voc ) und
am Sa mit den Red Hot Pods (Dieter Bietak co, Harry Jirsa tb &
voc, Claus Nemeth cl & ss & hm & arr, Peter Hofmann
p, Erwin Frassine bjo, Michael Libowitzky b, Horst Bichler dm).
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