| Der Saxofonist und Flötist
wurde 1936 in Wien geboren. Als Kind lernte er zunächst klassische
Geige, ehe er mit 17 Jahren zum Jazz schwenkte. Fatty George persönlich
gab ihm Unterricht an der Klarinette, an allen anderen Instrumenten
bildete sich Von Hermann autodidakt weiter. Bei einem Nachwuchswettbewerb
den Friedrich Gulda 1958 im Club Tabarin ausrichtete, wurde er
als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Im selben Jahr ging
er mit dem legendären Uzi Förster auf die Walz. Uzi
Förster ging 1960 nach Österreich zurück, Heinz
von Hermann blieb und spielte in amerikanischen Soldatenclubs
und den wenigen deutschen Jazzclubs. 1961 gastierte Heinz von
Hermann mit Peter Herbolzheimer in Tripolis. Es folgte ein halbjähriges
Engagement in Frankreich. 1963 ging er nach Spanien, wo er im
Madrider Jazzclub in der Hausband zusammen mit Stargästen
wie Booker Ervin, Lee Konitz, Billy Brooks und Donald Byrd spielte.
Später spielte er in Italien und wieder in Deutschland, wo
er in Max Gregers Orchester spielte. Weiters begleitete er Joe
Haider, Mal Waldron, Benny Bailey und unterhielt ein eigenes Quartett
mit Jimmy Woode, Joe Harris und Mike Thatcher. In den Siebzigerjahren
absolvierte Heinz von Hermann sehr viel Studioarbeit und begleitete
mit Paul Kuhns SFB Bigband fast alle internationalen Showgrößen
jener Tage. Etwa: Lionel Hampton, Dizzy Gillespie, Caterina Valente,
Bill Ramsey, Marianne Mendt, Joe Williams, Dianne Warwick, Shirley
Bassey, Jose Feliciano, Wencke Myhre, Sammy Davis jr., Henry Mancini,
Victor Borge, Paul Anka, Ray Charles, Bert Kaempfert, Al Jarreau,
Manhattan Transfer, Dianne Reeves, Dee Daniels und Bobby McFerrin.
Jazzmäßig ließ Heinz von Hermann mit Tourneen
gemeinsam mit Maynard Ferguson und Lionel Hampton aufhorchen.
Auch mit Carmell Jones, Leo Wright und Slide Hampton spielte er.
Seit 1972 Lehrauftrag an der Hochschule der Künste Berlin
im Fach Saxophon (klassisch). Mitbegründer (mit P. Herbolzheimer)
und Dozent des Bujazzo (Deutsches Bundes Jugend Jazz Orchester).
1990 - 1997 Gründer und Leiter des Berliner Landes Jugend
Jazz Orchesters (BJJO). Auch mit vielen anderen Bands unzählige
Bigband- und Saxophon-Workshops in Deutschland, Österreich,
Slowenien, Rumänien, Mexico, Hanoi, 1991 Rückkehr nach
Österreich, Lehrauftrag am Konservatorium Klagenfurt, später
Leitung der dortigen Jazzabteilung.
Seit 1991, nach der Aufnahme der Lehrtätigkeit in Klagenfurt,
neues Trio mit Erich Bachträgl und Uli Langthaler. Hat seit
1996 wieder ein eigenes Quintett mit Andy Haderer und Bruno Castellucci,
seit 2001 auch mehrere Tourneen mit dem "JazzAhead Chamber
Jazz Trio" mit Erwin Schmidt und Uli Langthaler. Ende 2004
erfolgte die Gründung des Sextets "Straight Six"
mit Dusko Gojkovic an Trompete und Flügelhorn, Adrian Mears
an der Posaune Jörg Reiter am Piano, Bruno Castellucci am
Schlagzeug und Mads Vinding am Kontrabaß. |