Jazz Fest Wien Jazz Fest Wien
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Jazz Fest Wien: Do 10.7.

"Bossa Nova Anniversary – Tribute to Antonio Carlos Jobim" feat. Toninho Horta |
Hans Salomon Quintet feat. Jacqueline Patricia
Kammeroper 19.30 Uhr

Toninho HortaMaucha AdnetEddie Gomez

Tribute to Antonio Carlos Jobim

english

Antonio Carlos Jobim, am 25.1.1927 geboren, ist ohne Zweifel der größte brasilianische Komponist des letzten Jahrhunderts. Der Melancholiker der mit zwanzig Jahren damit begann, in den Nachtklubs von Rio die Illuminierten mit seinem zarten Pianospiel zu umsäuseln, entwickelte sich bald zur treibenden Kraft der Bossa Nova, eines Stils, der die sublimen Gefühle der Tristesse und der Melancholie mit den rhytmischen Partikeln der Samba verband. Daraus wurde so etwas wie der ewige Klang der Jugend. Jobims seidige Texturen, die oft den fatalistischen Lebensstil des „armen Dandy“ verherrlichen, sind von zeitloser Schönheit. Der 1994 weit vor seiner Zeit verstorbene Komponist, Sänger, Gitarrist und Pianist verbrachte seine Kindheit im Bezirk Ipanema in Rio de Janeiro. Zunächst begann er Architektur zu studieren. Doch bald ergab er sich dem Ruf der Musik. Er spielte in Nachtklubs. Tagsüber arbeitete er als Arrangeur für das Label Continental. Ein erster Erfolg als Komponist gelang, als Billy Blanco seinen Song „Teresa Da Praia“ 1954 aufnahm.
1956 bat ihn sein Freund, der Dichter und Diplomat Vinicius De Moraes um Vertonung seines Werkes „Orfeu Da Conceicao“, das unter dem Titel „Orfeu Negro“ fürs Kino adaptiert wurde. Der Film wurde ein Welterfolg und war der Durchbruch für Jobim. Bis 1958 war Jobim dann künstlerischer Leiter des Plattenlabels Odeon. 1959 brachte der bis dahin unbekannte Sänger und Gitarrist Joao Gilberto sein Debütalbum „Chega De Saudade“, das etliche Jobim-Kompositionen enthielt heraus. Darunter „Desafinado“, „Samba De Um Nota So“ und das Titelstück. Seit damals gilt Tom Jobim als Begründer der Bossa Nova (zu dt. Neue Welle). Die Bossa Nova vermischte traditionelle Stilelemente anderer brasilianischer Genres mit Jazz. Jobim war in erster Linie durch Pixinguinha, Ary Barroso, Dorival Caymmi, von Cool Jazz und Debussy beeinflusst. Nach dem Bossa-Nova-Festival in New York 1962 gelang Jobim auch der internationale Durchbruch. U.a. nahm er mit Stan Getz und Frank Sinatra legendäre Alben auf. In den siebziger Jahren nahm er einige extrem schöne Alben für das Label CTI auf. Nach seinem Tod wurde der internationale Flughafen von Rio de Janeiro nach ihm benannt.
Die All-Star Band um die Sängerin Maucha Adnet, die aus Granden wie Toninho Horta, Eddie Gomez, Claudio Rodito, Duduka Dafonesca und Helio Alves besteht, wird auf höchst sublime Weise zwischen Jazz und Bossa changieren und solcherart dem großen Komponisten klingende Reverenz erweisen.

Born in 1927, Antonio Carlos Jobim is considered to be one of the great Brazilian composers of the last century. He gave up studying architecture to play piano and guitar in the clubs of Rio. He soon developed a style which culminated in the birth of the style known as Bossa Nova, which mixed elements of jazz with traditional Brazilian music. He made his first recordings in 1954 and achieved a breakthrough when his compositions were used in the hit film “Orfeu Negro”. In 1959, he began his collaboration with guitarist Joan Gilberto. On his debut album, Gilberto recorded several Jobim pieces which became classics of Bossa Nova, including the piece Desifinado. Jobim began to reach an international audience after appearing at a Bossa Nova festival in New York in 1962. This led to recordings with Frank Sinatra and Stan Getz. Jobim continued to compose and record up until his death in 1994. Rio’s international airport has been named in his honour. The all-star band paying tribute to Antonio carlos Jobim at the Vienna jazz fest will include such top musicians such as Toninho Horta, Eddie Gomez and Duduka Dafonseca.

   
Hans Salomon

Hans Salomon

Hans Salomon - Altsax
Martin Spitzer - Git
Joschi Schneeberger - Bass
Mario Gonzi - Schlagzeug
Jacqueline Patricia - vocal

Hans Salomon begann seine Jazz-Aktivitäten 1945 bei Fatty George und bei der Johannes Fehring Big Band, um dann bei Vera Auer zu spielen. Neben Kooperationen mit Friedrich Gulda und dem Sextett von Erich Kleinschuster spielte er lange in der Big Band des ORF. Für Gerhard Bronners Fernsehsendung "Die große Glocke" schrieb er die Titelmelodie. Gerhard Bronner verfasste 1970 dazu den Text "Wia a Glock'n", der, gesungen von Marianne Mendt, als Initialzündung für den Austropop und die österreichische „Dialektwelle“ gilt.
Zunehmend war Hans Salomon auch international tätig - unter anderem mit Louis Armstrong, Arturo „Chico“ O´Farrill und Gerry Mulligan, Sarah Vaughan und Sidney Bechet. Weitere Zusammenarbeit gab es mit Ray Charles, Lou Rawls, Barry Manilow, Ella Fitzgerald, Marlena Shaw, Lionel Hampton, Mel Lewis, Ron Carter, Julian Cannonball Adderley, J. J. Johnson, Jones-Mobile, Johnny Griffin, Hans Koller, Slide Hampton, Art Farmer. Außerdem trat er in TV-Shows und Tourneen mit Peter Alexander, Udo Jürgens und Shirley Bassey auf. Zusammenarbeit mit Richard Österreicher und Robert Opratko.
Im Jahr 1985 wurde er Mitglied der Newport International Band. Von 1965 bis 2000 war Salomon Mitglied des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wiens. Parallel spielte er in der Band von Lady "P" und bei vielen Auftritten mit wechselnden Gruppen. Zeitweilig war er Leiter der "Vienna Big Band Machine" und der "Blue Note Big Band" mit Frank Main. Hans Salomon arrangierte Alben für Art Farmer, Stan Getz, "Toots" Thielemans und Toni Stricker. Für "Romantic Symphony" mit dem Austrian Radio Orchestra übernahm er zusätzlich die Leitung. Auch zwei eigene Alben gab er heraus - "Speak Low - Romantic Jazz Vol.1" (2000) und "Midnight Lady - Romantic Jazz Vol.2" (2001). Seit Frühjahr 2001 unterstützt er die Hip-Hop Band seines Sohns Roman ("DeWieners"). Im Oktober 2005 war Hans Salomon Mentor und Mitgestalter des Jazzfestivals bei der Eröffnung des Jazzmuseums in Wien-Donaustadt.

   
 
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