Jazz Fest Wien Jazz Fest Wien
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Jazz Fest Wien: Sa 12.7.

Incognito | Hot Pants Road Club Rathaus/Arkadenhof 19.30 Uhr

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Incognito

Incognito

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Nur wenige beherrschen den Spagat zwischen komplexen Arrangements und seelenvollem Ausdruck. Der Londoner Gitarrist Jean Paul „Bluey“ Maunick, einst Mitglied des legendären Brit-Funk-Outfits „Light of the World“ und die Mannen seiner 1980 gegründeten Formation Incognito, tätigen nun schon mehr als zwei Dezennien eingehende Studien dahingehend, wie man blutvolle Expression mit polierter Oberfläche kombinieren kann. Incognito sind ein Phänomen in der kurzlebigen Szene Großbritanniens. Ihre positiven Vibes und ihr verspielter Jazz-Approach machen sie zu Dauerbrennern, der trotz nicht gerade zimperlicher Anleihen von ihren US-Vorbildern Earth, Wind & Fire, Stevie Wonder und Kool & The Gang, so etwas wie den original britischen Vibe kreierten. Im Windschatten von britischen Funkbands wie Gonzalez und FBI begannen Bluey und Freunde in den späten Siebzigern ihren Sound zu schmieden. Maunick wollte alles sein, Produzent, Komponist und Teil einer musikalischen Gemeinschaft.
Das Debütalbum war noch vollständig instrumental ausgerichtet. BBCs Radio One verwendete das Stück „Parisienne Girl“ gerne als Füller vor den Nachrichten. Auf diese Art wurde es landesweit bekannt und beliebt. Unter den Gästen dieses ersten Albums befanden sich solch illustre Namen wie Hugh Masakela und Vin Gordon. Obwohl sich viele Musiker der Stammbesetzung sofort wieder absetzten, wußte Bluey Maunick, dass er seinen Weg konsequent weiterführen müsse. Er arbeitete in der Folge mit Groove-Granden wie Marcus Miller, George Duke und Maxi Priest.
Labelmäßig folgte der Durchbruch mit Gilles Petersons Talkin´ Loud. Das „Inside Life“-Album, mit Gastsängerin Jocelyn Brown, sollte den Durchbruch bringen. Mit delikatem Sequenzer-Sound und spritzigen Bläserarrangements eroberten Songs wie „Metropolis“ und „Love Is The Colour“ die Tanzflächen in den Clubs. Mit dem von Jocelyn Brown energetisch intonierten Jazz-Funk-Standard „Always There“, den einst Ronnie Laws berühmt machte, ging die Post auch für Incognito ab. Der Remix von David Morales geisterte durch sämtliche Dance-Charts dieser Welt. Das nächste Album „Tribes, Vibes & Scribes“ brachte die Band in eine neue Umlaufbahn. Blueys Stück „Colibri“ und das von Maysa Leak gesungene Stevie-Wonder-Goodie „Don´t You Worry ´Bout A Thing“ eroberten die Hörer des amerikanischen Quiet-Storm-Radios, jener Erwachsenensender, in denen Hören mit Relaxen gleichgesetzt wird. Auch ihr späterer Instrumentalhit „L´Arc En Ciel De Miles“ wurde von den Smooth-Jazz-Kanälen überschwänglich aufgenommen.
Seither sind Incognito international erfolgreich. Vor allem das 1993er Album „Positivity“ schlug mit über ein Million verkaufter Einheiten groß ein. Darauf enthalten die Zauberditties „Still A Friend Of Mine“ und „Givin´ It Up“. Für den Nachfolger „100 Degrees & Rising“, das im Londoner Abbey Roads Studio aufgenommen wurde, engagierte Bluey sogar Clare Fischer, der regelmäßig auch für Prince arrangiert. In der Folge produzierte Bluey auch Teile von George Bensons feinem Album „That´s Right“ (1996) und arbeitete mit dem New Yorker DJ-Outfit Masters At Work.
Zum 25. Jährigen Bandjubiläum erschien „Adventures In Black Sunshine“. Es geriet zu einem herausragenden Beispiel dafür, wie man den groovigen Siebzigerjahre-Sound mit aktueller Technologie weiterentwickeln kann, ohne dabei Substanzverlust zu erleiden. Egal ob zischendes Jazzfunk-Instrumental wie etwa „Mindin´ my Business“, von der beeindruckenden Sängerin Maysa intonierter, elegant groovender Soul wie „Don´t turn my love away“ oder weltgewandet Fusion à la Beyond the Clouds“ – Incognito bestechen in sämtlichen dargebrachten Facetten.
Für „Eleven“ von 2005 war Bluey zum ersten Mal mit seiner Tourband im Studio. Die Groove-Gemeinschaft zeigt sich darauf in Spitzenform. Ein Jahr darauf überraschten Incognito mit „Bees, Things & Flowers“, einem Album, das eigene Hits und Klassiker von Roy Ayers und Earth, Wind & Fire in neuen, groovigen Arrangements kredenzte. Blueys Remake des schönen Stücks „Tin Man“ von America überraschte zusätzlich. Sämtliche großen Vokalistinnen der Incognito-Geschichte von Carleen Anderson über Jocelyn Brown bis hin zu Maysa und Imaani, waren vertreten und Bluey bliebt nur mehr eines zu verlauten: „We are teachers, healers. I certainly see myself as much more of a healer than an entertainer!“

The jazz and funk collective Incognito was launched by British guitarist Jean Paul “Bluey” Maurick in 1980. Maurick was influenced by US soul and funk bands of the 1970s such as Earth, Wind and Fire, Stevie Wonder and Kool and the Gang. Incognito’s debut album was all instrumentals and featured Hugh Masakela as a guest artist. The BBC enjoyed it so much it used one of its tracks, “Parisienne Girl”, as a lead-in to the news. This helped Incognito reach a much wider audience. The make-up of Incognito is often in flux and Maurick often uses special guests such as George Duke, Marcus Miller and Maxi Priest. The band also got a boost by signing with Gilles Peterson’s Talkin’ Loud label which produced “Inside Life”, an album which also featured vocalist Jocelyn Brown which attracted fans both on the dance floor and at easy listening radio stations. The 1993 album “Positivity” sold over one million copies and was recorded at the Abbey Road studios in London. Incognito’s latest album is the groove-filled “Bees, things & Flowers”. After more than a quarter of a century, Bluesy says, “We are teachers, healers. I consider myself to be more of a healer than an entertainer.”

   
HPRC (c: Wolfgang Gonaus)HPRC (c: Wolfgang Gonaus)HPRC (c: Wolfgang Gonaus)HPRC (c: Wolfgang Gonaus)HPRC (c: Wolfgang Gonaus)

Hot Pants Road Club

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Neunzehn Jahre auf den staubigen Straßen des Schaugeschäfts unterwegs, blicken Andie Gabauer und Christian „Boogaloo“ Roitinger noch immer der strahlenden Sonne des Funk ins Angesicht und tragen dabei heiße Hosen. Der Hot Pants Road Club, benannt nach einem durch die J.B.´s berühmt gemachten, saftigen Funk-Dittie, komponiert von Godfather James Brown und seinen Getreuen Charles Bobbit und Saxophonist St. Clair-Pinckney, hat sich in all den Jahren von simpler Mimikry zu sublimer Interpretation hochgearbeitet. In unzähligen Gigs, dabei auch als Opening Acts von Lionel Richie, Hot Chocolate und The Committments, sammelten sie reichlich Erfahrung. Süchtig nach den Funk-Klassikern eines Bobby Byrd und James Brown, sowie nach obskuren Drei-Minuten-Funk-Dramoletten mit Südstaatenflair, spielte man sich langsam heran, an das „phonky“ Lebensgefühl. Mit Schlaghosen und den weitesten Krägen zwischen Gaspoltshofen und Prambachkirchen zog man aus die Welt zu erobern. So sah der Hot Pants Road Club auch schon in Kalifornien, dem Land wo Funk und Honig fließen, so manches Aufnahmestudio von innen. Zudem lud man sich auch schon Kapazitäten wie Ivan Neville, Fred Wesley und Bobby Byrd als Gäste. Jetzt hat das funkige, achtköpfige Kollektiv einen neuen, sehr geschmackvollen Tonträger ediert. Auf „Saint Here“ zeigt sich der Hot Pants Road Club von seinen allerbesten Seiten. Die sind wahlweise beseelt oder explosiv. Und für alle, die es noch nicht wissen: „Funk is a Boomerang!“

The Hot Pants Road Club of Andie Gabauer and Christian “Boogaloo” Roitinger have been spreading the gospel of Funk and Soul for 19 years now. Inspired by the music of the “Godfather of Soul” himself, James Brown and his house band the JBs, this collective of eight musicians has attracted an international following, performing as far afield as California. Their fans include fellow musicians who they have performed with, including Ivan Neville, Fred Wesley and Bobby Byrd. The Hot Pants Road Club has also opened for Lionel Richie, Hot Chocolate and The Commitments. Their explosive latest album is called “Saint Here” and drives home their motto: “Funk is a Boomerang”.

   
 
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