Jazz Fest Wien Jazz Fest Wien
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Jazz Fest Wien: Di 15.7.

Sergio Mendes Wiener Konzerthaus 20.00 Uhr

Sergio Mendes (c: Randee StNicholas)Sergio Mendes (c: Wolfgang Gonaus)Sergio Mendes (c: Wolfgang Gonaus)

Sergio Mendes

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Rechtzeitig zum 50jährigen Jubiläum der Bossa Nova, besann sich Sergio Mendes alter Tugenden. Sein neues, wieder ungemein brasilianisch tönendes Album „Encanto“ wurde in Rio und in Bahia aufgenommen. Es enthält Duette mit Künstlern beinah aller Kontinente. Es herrschen Klangvielfalt und Relaxtheit vor. Gerne erinnert sich Mendes daran, Will.I.Am von Los Angeles auf unbekanntes Territorium geführt zu haben. „ Ich brachte ihn mit Carlinhos Brown, dem Gründer der Gruppe Timbalada zusammen. Die beiden hatten eine Menge Spaß zusammen, teilen sie doch eine Leidenschaft für energetisches Musizieren. Den Titel „Funky Bahia“ haben sie dann gemeinsam komponiert.“ Mit Vergnügen brachte er etwas Chaos ins Programm, in dem er öfter mal falsch zwischen Carlinhos Brown und Will.I.Am übersetzte. Weitere hörenswerte Kollaborationen entstanden zwischen Mendes und Natalie Cole, Zap Mama, Jovanotti und Ledisi. Zum besonderen Highlight geriet der Jobim-Song „Dreamer“, wo Mendes zum ersten Mal seit vielen, vielen Jahren wieder mit Sängerin Lani Hall kooperierte, mit der er einst sein famoses Projekt „Brasil 66“ realisierte. Daß ihr Ehemann Herb Alpert, einst Mentor und Labelboß von Mendes, auch noch seine Trompete im Studio auspackte, machte das Glück perfekt.
Sergio Mendes, der vielleicht wichtigste Popularisierer der Bossa Nova (zu Deutsch „Neue Welle“) wurde 1941 in Niteroi, einem kleinen Flecken in der Bucht von Rio de Janeiro geboren. Bereits als Sechsjähriger begann er mit dem Klavierspiel. Der früh am Jazz Interessierte gründete mit 16 Jahren seine ersten Bands. Die Bossa Nova trat bald ihren Siegeszug durch die Welt an. Mendes war einer ihrer größten Popularisierer. 1962 geht er nach New York um am berühmten Bossa Nova Festival in der Carnegie Hall teilzunehmen. Unter den Kollegen: Joao Gilberto, Antonio Carlos Jobim, Stan Getz und Charlie Byrd. Mendes entschied sich in die USA auszuwandern. Ein Plattenvertrag mit Atlantic Records war dabei sehr hilfreich. Der „Swinger From Rio“, wie er bald tituliert wurde, arbeitete zunächst mit Cannonball Adderley. 1964 ging er nach Kalifornien und entschloss sich kommerzieller zu werden. Als er dann noch Herb Alpert und Jerry Moss von A&M Records kennen lernt und bei ihnen unterschreibt, war das nicht nur der Start einer lebenslangen Freundschaft, sondern der Beginn einer Weltkarriere im Jet Set Pop. Mit seiner Adaption von Jorge Bens „Mas Que Nada“ gelang Mendes und seinem neuen Team eine Novität: erstmals erreichte eine portugiesisch gesungen Nummer die Top Five der Billboard Charts. Ab da begann ein Reigen an Hits, an Gold- und Platinalben, weltweiten Auftritten und superben TV-Specials u.a. mit Bob Hope, Frank Sinatra, Danny Kaye, Fred Astaire und Jerry Lewis. Mendes coverte eine Menge Beatles-Songs, Soultunes eines Otis Redding, Countryeskes von Jimmy Webb und Glen Campbell und schrieb auch eine Menge leichtfüssiger Stücke selbst. Sein Song „So Many Stars“ gilt als moderner Standard. 1967 ging Mendes mit Frank Sinatra auf Tour, später mit Paul Anka, Jerry Lewis, Herb Alpert & The Tijuana Brass und Henry Mancini. 1968 trug er die Bossa Nova nach Japan und nach Asien, wo er der nach den Beatles populärste Künstler dieser Jahre wurde.
1993 erhielt er seinen ersten Grammy. Sein vorletztes Opus „Timeless“ zeigte ihn an der Seite von zeitgenössischen Größen des Hiphop und R&B allen voran Produzent Will.I.Am. Warum er jetzt wieder auf den Komponisten Jobim zurückgriff? „Man muss jeder Jugend die Liedkunst des Antonio Carlos Jobim nahe bringen. Seine raffiniert einfache Songarchitektur, seine sehnsüchtigen Melodien, die erstaunlich dauerhafte Frische seiner Musik. Seine Kunst verstehen Japaner, Amerikaner, ja sogar Österreicher. Ich bin stolz, ihn zum Freund gehabt zu haben.“.

This Brazilian musical legend recently celebrated the 50th anniversary of Bossa Nova by recording the album “Encanto” in Rio and Bahia which includes duets with musicians from all over the world. The pianist started his first band at the age of 16. He soon helped make Bossa Nova popular around the globe. In the 1960s Mendes and his band recorded “Mas Que Nada”, the first song ever recorded in Portugese to reach the Top Five of the Billboard Charts. Mendes won a Grammy in 1994. In addition to the albums, over the years there were also tours, concerts and television special with Antonio Carlos Jobim, Joao Gilberto, Frank Sinatra, Paul Anka, Henry Mancini and others.

   
 
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